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ITW: Reaktion auf Gerüchte

von , am
14.09.2015

In einem am heutigen Tag erschienenen Artikel der Süddeutschen Zeitung wird auf die aktuelle finanzielle Situation der Initiative Tierwohl (ITW) und auf vermeintlichen Streit unter den Partnern Bezug genommen. Demnach hat die Initiative weder ein Finanzproblem, noch gibt es Streit unter den Beteiligten.

© Archiv
In dem Artikel schreibt der Autor, dass der Initiative Tierwohl Geld fehle. Er erklärt, das vermeintliche „Finanzproblem“ schlage bereits „hohe Wellen“ und habe einen „heftigen Streit“ ausgelöst.
Hierzu nimmt die Initiative Tierwohl wie folgt Stellung: Die Initiative Tierwohl hat kein Finanzproblem. Im Gegenteil konnte durch die Erweiterung der einzahlenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels unlängst ein wichtiger Schritt zur Vergrößerung des zur Verfügung stehenden Finanzvolumens getan werden. Die teilnehmenden Handelsunternehmen führen so mehr als 85 Millionen Euro jährlich an die Initiative Tierwohl ab. Alle Landwirte, die bereits zur Initiative zugelassen sind, haben einen verbrieften Auszahlungsanspruch.
Es ist es richtig, dass es seitens der Landwirtschaft ein großes Interesse gibt bei der Initiative Tierwohl mitzumachen. Es besteht allerdings weder ein Rechtsanspruch, noch gibt es eine Garantie auf Teilnahme an der Initiative Tierwohl. Deshalb kann durch das große Interesse der Landwirtschaft an einer Teilnahme gar keine Finanzlücke im bilanziellen Sinn entstehen.
Zurzeit arbeitet die Initiative Tierwohl gemeinsam mit allen Partnern an einer Weiterentwicklung des Systems. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie sich die Initiative Tierwohl nach den Erfolgen im ersten Jahr nun für die Zukunft langfristig aufstellen lässt. Im Kontext dieser Gespräche wird auch die Frage behandelt, wie die Initiative Tierwohl möglichst vielen Betrieben, die sich zurzeit auf einer Warteliste befinden, eine Teilnahme ermöglichen kann. Hier strebt die Initiative Tierwohl an, zeitnah eine Lösung zu erarbeiten.
Im Zuge dieser Gespräche findet ein zielorientierter Austausch von Meinungen und Positionen unter allen Beteiligten statt. Unterschiedliche Meinungen sind in so einem Diskurs völlig normal. Einen Streit, an dem die Initiative Tierwohl beteiligt wäre, gibt es jedoch nicht.
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