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Keine Rabatte für Antibiotika

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von , am
13.11.2014

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Um den Einatz von Antibiotika in der Tierhaltung zu reduzieren, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, den ökonomischen Anreiz zu verringern, möglichst viele Medikamente verkaufen oder kaufen zu wollen. [[mehr]]
 
Das soll durch die Änderung des Arzneimittelgesetzes gewährleistet werden, indem ein einheitlicher Abgabepreis der Arzneimittel für Tierärzte eingeführt und Rabatte ausgeschlossen werden. Außerdem soll der Einsatz bestimmter „kritischer“ Antibiotika bei Tieren nur noch in Ausnahmefällen zugelassen sowie die Haltungsbedingungen zur Vorsorge verbessert werden. Dies steht in einem Antrag im Bundestag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Reserveantibiotika gleichen Rückgang aus

Zwar gingen die absoluten Abgabemengen im Jahr 2013 auf 1.452 Tonnen zurück, stellt die Fraktion in ihrem Antrag fest. Die problematische Abgabe der äußerst wichtigen Reserveantibiotika wie unter anderem Fluorchinolone sowie Cephalosporine der dritten und vierten Generation stieg jedoch an - um 50 beziehungsweise 15 Prozent von 2011 auf 2013. Reserveantibiotika werden signifikant niedriger dosiert, somit können mit einer bestimmten Menge mehr Tiere behandelt werden als mit herkömmlichen Antibiotika. Dieser Sachverhalt nivelliere nach Meinung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Rückgang der absoluten Abgabemenge nahezu.
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