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K+S erneut überprüft

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von , am
11.09.2015

Wegen des Verdachts der illegalen Abfallentsorgung haben Ermittler am Mittwoch Räume des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S durchsucht. Am Donnerstag gingen die Untersuchungen weiter.

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Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, soll der Düngemittelhersteller zwischen 1999 bis 2007 insgesamt 9,5 Millionen Kubikmeter Kaliabwässer aus dem Werk Unterbreizbach in den sogenannten Plattendolomit der Gerstunger Mulde versenkt haben. Dabei soll es sich vor allem um Salzlauge gehandelt haben.
Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren.
 
Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen 15 Verantwortliche von K+S sowie zwei Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes.
Zum Stand der Ermittlungen äusserte das LKA sich bisher nicht, das sichergegestellte Material werde nun ausgewertet.
 

Wirkung auf Übernahmepläne

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Umweltskandal auf die Übernahmeabsichten von K+S durch den kanadischen Düngemittelkonzern Potash auswirkt. zuletzt hatte die K+S Aktie von diesen Spekulationen profitiert.
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