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K+S wehrt Übernahme ab

von , am
03.07.2015

© Werkbild
Vorstand und Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft haben gestern nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung der Gesamtumstände beschlossen, den unaufgeforderten Vorschlag der Potash Corporation of Saskatchewan Inc. abzulehnen. [[mehr]]
 
Dieser wollte alle Aktien der Gesellschaft zu einem Preis von 41 Euro je Aktie übernehmen. Die vorgeschlagene Transaktion reflektiert nicht den fundamentalen Wert von K+S und ist nicht im Interesse des Unternehmens, teilt Kali und Salz mit.
 
Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender von K+S, erklärt: "Wir sind gemeinsam mit dem Aufsichtsrat davon überzeugt, dass der vorgeschlagene Preis von 41 Euro je Aktie den fundamentalen Wert von K+S nicht angemessen reflektiert." Dies gelte für das Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten und für das Salzgeschäft. Gänzlich unberücksichtigt sei der Wertbeitrag unseres Legacy-Projekts. Allein der Buchwert entspreche 11 Euro je Aktie. Mit Blick auf die künftigen Erträge sieht K+S die Werte von bis zu 21 Euro je Aktie, die im derzeitigen Aktienkurs noch nicht reflektiert sind.

Potash will Berwertungslücke ausnutzen

Legacy ist weltweit das erste Greenfield-Projekt in der Kali-Industrie seit fast 40 Jahren. Das Vorhaben, in das K+S bereits mehr als zwei Milliarden Euro investiert hat, liegt im Zeit- und Budgetplan. Ende 2016 sollen dort die ersten Tonnen Kali produziert und schon ab dem Jahr 2017 positive Cashflows erzielt werden. "Nach unserer Einschätzung will PotashCorp eine Bewertungslücke ausnutzen, um K+S zu übernehmen und damit Kontrolle über Legacy zu erhalten", meint Steiner.
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