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Landwirte müssen Beiträge vorschießen

von , am
23.12.2014

Die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft muss für ihre Beiträge ein Vorschussverfahren neu einführen. Sie will damit die Anschlussfinanzierung sicherstellen. [[mehr]]
 
Die Beiträge der Berufsgenossenschaft müssen nicht nur zur Finanzierung der Ausgaben bis zum Jahresende, sondern darüber hinaus bis zum Eingang der Beiträge zur ersten Fälligkeit im Folgejahr ausreichen.Schließlich verfügt der neue Bundesträger über nahezu keine Rücklagen mehr. 
 
Daher greift ab sofort ein neues Vorschussverfahren. Für die Umlage 2014 werden im Dezember 2014 Vorschussbeschei­de an alle Mitglieder versandt. Am 15. Januar 2015 müssen versicherte Landwirte 40 Prozent des letzten Beitrages (Zahlbetrag für 2013) als 1. Vorschuss zu zahlen. Am 15. Mai 2015 sind weitere 40 Prozent des letzten Beitrages (Zahlbetrag für 2013) als 2. Vorschuss fällig.
 

 

 

Endabrechnung im August

Im August 2015 werden die Beitragsrechnungen für 2014 übersandt. Es erfolgt gleichzeitig eine Verrechnung der gezahlten Vorschüsse mit dem für 2014 zu zahlenden Beitrag. Noch offene Beiträge sind am 15. September 2015 zu zahlen. Überzahlte Beträge erstattet die Berufsgenossenschaft.
Zugleich werden die Vorschüsse für 2015 festgesetzt (zahlbar am 15. Januar und 15. Mai 2016). 
 
Zudem stehen 2015 um 25 Millionen Euro weniger Bundesmittel zur Verfügung.Auch die Sondervermögen der einzelnen Berufsgenossenschaften sind um rund 30 Prozent aufgebraucht. Eine Beitragserhöhung zur Regelung der Anschlussfinanzierung schloss jedoch der Vorstand der SVLFG aus.
 
 

Neues Beitragsmodell schmälert Liquidität

Bis zum Errichten des Bundesträgers war die Finanzierung der Berufsgenossenschaft weitgehend unproblematisch. Die erste Fälligkeit lag zumeist im Februar oder März des Folgejahres und etwaige finanzielle Engpässe konnten mit vorhandenen Betriebsmitteln überbrückt werden.
 
Die Situation der SVLFG ist grundlegend anders. Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft werden nun bundesweit einheitlich nach dem Arbeitsbedarf, für viele Unternehmen aber auch nach dem Arbeitswert/der Lohnsumme berechnet. Die Beitragsrechnungen können erst erstellt werden, wenn alle Meldungen hierzu vorliegen. Insbesondere wegen der Lohnsummen des vergangenen Jahres können die Beitragsrechnungen frühestens im April mit Fälligkeit Mitte Mai versandt werden. In diesem Jahr konnten die Ausgaben bis zu diesem Zeitpunkt noch durch höhere und vorgezogene Bundesmittel sowie durch noch vorhandene Sondervermögen finanziert werden.
 
 
 
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