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dlz-Aktuell

Liquiditätshilfen auch für Schweinehalter

von , am
07.10.2015

Ab sofort können auch Schweinehalter Sonderkredite zur Liquiditätssicherung bei der Rentenbank beantragen, ebenso Landwirte, die unter Dürreschäden leiden.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat ihren Sonderkredit "Liquiditätssicherung" ab sofort auch für Veredlungsbetriebe, inkl. Ferkelerzeuger, sowie für Betriebe, die von den Folgen der Trockenheit im Sommer betroffen waren, ab sofort geöffnet. Bisher waren nur Futterbaubetriebe antragsberechtigt.
 
Landwirte, die diesen Sonderkredit in Anspruch nehmen wollen, müssen jedoch einen Ergebnisrückgang von mindestens 30 Prozent nachweisen. Schweinehalter können dabei auf das 2013 als Basisjahr verwenden, denn die Schweinepreise sind ja schon seit längerem zu niedrig.
 
Ebenso geht die Rentenbank derzeit davon aus, dass Landwirte mit dem Sonderkredit "Liquiditätssicherung" auch von den geplanten Liquiditätshilfen des Bundes profitieren können. Die EU hat Deutschland ja 69,2 Mio. € zur Verfügung gestellt.
 
Wenn Sie Ihre Liquidität im Betrieb prüfen wollen, können Sie dies mit einer Excel-Kalkulationshilfe machen. Sie steht für Sie kostenlos zum Herunterladen in der Rubrik "Management" zur Verfügung. 

Auf Laufzeiten der Darlehen achten

Die genaue Ausgestaltung dieser Bundeshilfen steht aber derzeit noch nicht fest. Wie die dlz erfahren hat, müssen Landwirte dabei wohl nur einen Preisrückgang von 20 Prozent nachweisen können, wie wir bereits berichtet haben. Ebenso sollen nur Liquiditätsdarlehen zuschussfähig sein, die maximal eine Laufzeit von sechs Jahren haben. Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit würden demnach keine Zuschüsse erhalten. Antragsberechtigt sollen Fleisch- und milcherzeugende Betriebe sein. Wer demnächst ein Liquiditätshilfedarlehen bei der Hausbank abschließen will, sollte daher auf die Laufzeiten achten.   
 
 
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