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Lockern Russen den Importstopp?

von , am
21.04.2015

Russische Behörde schließt nicht aus, dass der EU-Importstopp für einzelne Produkte gelockert werden könnte.

© Werkbild
Probleme der Sanktionen werden von der Welthandelsorganisation (WTO) nicht reguliert, deshalb kann Moskau selbst bestimmen, für welche EU-Länder das russische Lebensmittelembargo gelockert werden könnte. Das erklärte Alexej Alexejenko, Berater des Chefs der russischen Agraraufsichtsbehörde, am Montag in Athen, berichtet Sputnik Deutschland. "In Wirklichkeit sind Sanktionen ein Spiel ohne Regeln. Wir selber waren damit konfrontiert, als westliche Länder umfassende Einschränkungen gegen Russland verhängt hatten. Sie sind doch von keinen WTO-Normen vorgesehen. Ganz im Gegenteil. Die WTO ist für einen denkbar umfassenden Austausch von Waren ohne jegliche Einschränkungen, einschließlich politischer."
 
Alexejenko teilte ferner mit, dass die endgültige Entscheidung zur Lockerung des russischen Lebensmittelembargos in jedem Fall von der politischen Führung in Moskau getroffen wird. Alexejenko gehört zu einer Delegation Russlands, deren Experten mehrere Agrarbetriebe in Griechenland inspizieren, die ihre Erzeugnisse an Russland liefern wollen.

Fällt Importstopp für Käse?

Zur gleichen Zeit sind auch russische Veterinäre in Deutschland unterwegs und besuchen unter anderem etliche Molkereibetriebe in Bayern und Niedersachsen. Allerdings sind einige Beteiligte in der Molkereibranche skeptisch, ob Russland den Importstopp für Milchprodukte tatsächlich demnächst aufheben werde. "Aber man wolle auf jeden Fall gerüstet sein, falls es so weit komme", meinte ein Molkereimitarbeiter. 
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