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Bodenmarkt

Bodenpreise entwickeln sich unterschiedlich

  © agrarfoto
von , am
12.09.2017

Die Bodenpreise sind in den westlichen Ländern 2016 nochmals gestiegen, während sie in den östlichen Ländern im Schnitt gesunken sind.

Im Bundesschnitt sind die Bodenpreise zwar im vergangenen Jahr deutlich um 13 Prozent auf 22.310 Euro/ha ha gestiegen. Damit hat sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr nochmals verstärkt. 2015 hat sich landwirtschaftlicher Grund (ohne Gebäude und Inventar) nur um rund 8 Prozent verteuert, wie die aktuelle Erhebung es Statistischen Bundesamtes zeigt.

Allerdings waren die Entwicklungen in den Bundesländern sehr unterschiedlich. So gingen die Grundstückspreise zum Beispiel in Baden-Württemberg, Hessen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen leicht zurück.

In Bayern werden Grundstücke immer teurer

Überdurchschnittlich stark kletterten die Kaufwerte in Nordrhein-Westfalen. So mussten die Käufer mit 44.531 Euro/ha 15 Prozent mehr bezahlen als 2015. Damals waren die Preise sogar noch leicht gesunken.

Obwohl in Bayern die landwirtschaftlichen Grundstücke schon bisher am teuersten waren, sind die Preise nochmals um 6,4 Prozent auf fast 52.000 Euro/ha angezogen.

Im Saarland und Thüringen ist es am günstigsten

Im Saarland und Thüringen müsssen die Bodenkäufer indes nur vierstellige Summen auf den Tisch legen. So kosteten landwirtschaftliche Grundstücke im Saarland gesunkene 9.401 Euro/ha und in Thüringen ebenfalls gesunkene 9.684 Euro/ha. Damit ist Grund und Boden in diesen Bundesländern am günstigsten.

Während in den westlichen Bundesländern seit Jahren stabil um die rund 40.000 ha den Besitzer wechseln, ging die Zahl in den neuen Bundesländern im vergangenen Jahr deutlich um 36 Prozent auf 48.678 ha zurück.

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