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Betriebsführung

Fit für die Kontrollen

von , am
23.04.2015

Damit bei den Kontrollen Ihre EU-Direktzahlungen nicht in Gefahr geraten, müssen Sie auf neue Auflagen und Fristen achten. Wir nennen die Wichtigsten.

Zwischenfrüchte und Untersaaten dürfen Sie erst nach dem 15. Februar des Folgejahrs umbrechen. Nur in Ausnahmefällen können Bundesländer den Termin bis zu vier Wochen nach vorne ziehen. © landpixel
Die verabschiedete InVeKoS-Verordnung ist neben der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung, die insbesondere Greeningdetails regelt, und der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung zur Umsetzung von Cross Compliance die dritte wesentliche Durchführungsverordnung zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform ab 2015. Darin werden insbesondere Vorschriften zum Antragsverfahren und zur Kontrolle, zur Neuzuteilung der Zahlungsansprüche, zur Basisprämie, zur Umverteilungsprämie (Zuschlag für die ersten Hektare), zur Kleinlandwirteregelung und zu den Greeningverpflichtungen geregelt.

öVF-Randstreifen genau angeben

Im Sammelantrag haben Sie als Landwirte für den Flächennachweis sämtliche landwirtschaftlichen Flächen und die beihilfefähigen nicht landwirtschaftlichen Flächen anzugeben. Dabei sind sowohl die Identifizierungsnummern der Referenzparzellen und der Schläge als auch die Größe der Schläge in Hektar mit mindestens zwei Nachkommastellen zu verzeichnen. Werden Landschaftselemente, Puffer-, Waldrand- und Feldrandstreifen für das Greening als ökologische Vorrangfläche (öVF) deklariert, ist deren Größe mit vier Dezimalstellen anzugeben.

Was auf umweltsensiblem
Dauergrünland erlaubt ist

Grundsätzlich gilt, dass Sie jede mechanische Bodenbearbeitung, die Sie auf umweltsensiblem Dauergrünland durchführen wollen, der zuständigen Behörde mindestens drei Tage vor Beginn der Durchführung anzeigen müssen. Von dieser Anzeigepflicht sind Pflegemaßnahmen wie Walzen, Schleppen und Striegeln des Bodens ausgenommen. Außerdem muss eine eventuelle Aussaat oder Düngung mit Schlitzverfahren oder ähnliche Maßnahmen nicht angezeigt werden.

Das wichtigste auf einen Blick

  • Erst seit Anfang März ist die neue InVekoS-Verordnung für die Agrarreform 2015 in Kraft.
  • Die neue Verordnung enthält viele Fristen, die Sie einhalten müssen, um Ihre EU-Direktzahlungen nicht zu gefährden.
  • Die Größe von öVF-Landschaftselementen, öVF-Randstreifen und müssen Sie auf vier Dezimalstellen genau angeben!
  • Bauen Sie Zwischenfruchtmischungen an, die Sie als ökologische Vorrangfläche deklarieren, müssen Sie Etiketten, Rechnungen und eventuell Rückstellproben aufbewahren.
  • Nutzen Sie Flächen zeitweise nach der Antragstellung nicht landwirtschaftlich, ist dies mindestens drei Tage vorher zu melden. heu
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Mai 2015 erschienen.
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