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Grünlandumbruch

Grünlandumbruch auch für Ökobauern in NRW nicht erlaubt

von , am
17.02.2017

In Nordrhein-Westfalen unterleigen auch Ökobauern dem neuen Landesnaturschutzgesetz. Danach ist der Grünlandumbruch verboten.

Das neue Landesnaturschutzgesetz in NRW schließt Grünlandumbruch auch für Ökobauern aus. © Mühlhausen/landpixel

Nach dem Landesnaturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen in der Fassung vom 15. November 2016, das seit 25. November  2016 in Kraft ist, ist es auch für Ökobauern grundsätzlich verboten, Dauergrünland und Dauergrünlandbrachen in Ackerland umzuwandeln. Nach dem Förderrecht unterliegen den Ökobauern nicht dem Greening, und damit dem Grünlanderhaltungsgebot, wie Sie in der dlz-Märzausgabe lesen können. Allerdings müssen Ökobauern immer auch die landesspezifischen Auflagen wei in NRW beachten..

In der Vergangenheit hat die Beratung darauf hingewiesen, dass Umwandlungen und Pflegeumbrüche auf Ökobetrieben bei Flächen von weniger als 0,25 Hektar im Jahr keine Kürzungen der Zuwendungen zur Folge haben.

Da das Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW) über der Richtlinie zur Förderung des ökologischen Landbaus steht, gilt nun auch für Ökobetriebe ein absolutes Umbruchverbot! Ein Umbruch ist somit auch auf Flächen, die kleiner als 0,25 ha sind, nicht mehr möglich. Darauf weist Franz-Theo Lintzen, vom Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW hin.

Dauergrünland im Sinne des Landesnaturschutzgesetzes sind alle auf natürliche Weise entstandenen Grünlandflächen sowie angelegte und dauerhaft als Wiese, Mähweide oder Weide genutzte Grünlandflächen und deren Brachen. Nicht auf Dauer angelegte Ackerfutterflächen sind kein Dauergrünland im Sinne dieses Gesetzes.

Worauf Sie weiter achten müssen, wenn Sie als Öko- oder konventioneller Bauer Grünland umbrechen wollen, können Sie in der dlz-Ausgabe März 2017 nachlesen. Sie erscheint am 24. Februar 2017.  Wenn Sie noch kein dlz-Abonnent sind, können Sie hier ein kostenloses Probeexemplar anfordern.

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