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Ernteversicherung

Sturmtief Sebastian bringt hohe Maisschäden

Umgeknickter Mais nach Sturm 2017
© Vereinigte Hagel
von am
14.09.2017

Nach dem Sturmtief Sebastain haben Landwirte bis zu 16 Mio. Euro Schäden in Mais gemeldet.

Die Sachverständigen der Vereinigten Hagel haben kaum Zeit auszuruhen. Nachdem Sturmtief „Kolle“ vor rund drei Wochen schwerpunktmäßig in Süddeutschland  erhebliche Schäden verursacht hatte, folgte gestern das Sturmtief „Sebastian“. Dieses wütete vor allem im Norden und Westen der Republik.

Insbesondere  Mais ist auf einer Linie beginnend an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Emmerich und Wachtendonk über das Münsterland bis nach Hannover abgeknickt worden. Auch an der Nordseeküste von Wilhelmshaven bis hoch nach Husum wütete das Sturmtief.

Schwierige Silomaisernte

Insgesamt wurden bislang Sturmschäden auf 8.000 Hektar mit einem versicherten Wert von knapp 16 Millionen Euro gemeldet, berichtet die Vereinigte Hagel. Die ersten Besichtigungen lassen eine Schadensumme von mindestens 5 Millionen Euro erwarten. Vereinzelt wurden Schläge auch von Hagel und Starkregen geschädigt.

Bei Betrieben, die bereits mit dem Maishäckseln begonnen hatten, wurde das Ausmaß deutlich. Je nach Schädigung konnte ein großer Teil der Grünmasse, sogar einzelne Kolben, vom Maisgebiss nicht aufgenommen werden und verblieben auf dem Acker.

Im laufenden Jahr verging beinahe kein Tag ohne Unwetter und Schadenmeldung. Bislang hat die Vereinigte Hagel allein in Deutschland bereits über 100 Millionen Euro an ihre Mitglieder ausgezahlt.

Maisschäden nach Sturm Sebastian

Maisfläche im Lager
Herbststurm Sebastian verursachte teilweise massive Schäden in Maisbeständen. © Sören Diersing-Espenhorst
Schäden im Mais
Einige Landwirte berichten, dass bis zu 50 Prozent ihrer Maisbestände ins Lager gegangen sind. © Sören Diersing-Espenhorst
Umgeknickte Maispflanze
Mit bis zu 120 km pro Stunde fegte Sturmtief Sebastian über Norddeutschland und knickte die Maispflanzen um. © Sören Diersing-Espenhorst
Maisernte nach Sturm
Die Maispflanzen werden sich nicht mehr aufrichten. Um einen Totalausfall zu vermeiden, werden sie sofort geerntet. © Sören Diersing-Espenhorst
Abgeknickte und abgeerntete Maispflanzen
Im nördlichen Landkreis Osnabrück berichten Landwirte - Rinderhalter und Biogasanlagenbetreiber -, dass ein erheblicher Teil ihrer Maisbestände ins Lager gegangen ist. Sie müssen umgehend geerntet werden. Dies gestaltet sich schwieriger, da anscheinend nicht alle Maisgebisse die abgeknickten Pflanzen ernten können. © Sören Diersing-Espenhorst
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