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EEG

Biogas: Ohne Anschlussförderung keine Zukunft

Dieser Artikel ist zuerst in der DLZ erschienen.

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von , am
25.08.2016

Das Erneuerbare Energien Gesetz 2017 bringt einige Änderungen mit sich. Lesen Sie hier ausgewählte Details, die insbesondere für Betreiber bestehender Biogasanlagen zur Existenzfrage werden können.

Neuanlagen größer 150 kW müssen immer an einer Ausschreibung teilnehmen. © agrarfoto

Biogasanlagenbetreiber und deren Verbände reagierten auf den Bundestagsbeschluss zum neuen Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) 2017 meist mit Lob und Tadel. Zum einen wurde vorsichtig gelobt, dass es überhaupt eine Anschlussförderung für bestehende Biogasanlagen gibt und die erstmals mit dem EEG 2012 geförderte Sonderkategorie zur Vergärung von Gülle vorerst auch im neuen EEG interessant bleiben könnte. Es wäre nicht überraschend, sollte sich der Zubau an Neuanlagen weiterhin auf diesen Anlagentyp konzentrieren.

Kein Einfluss auf Vergütungsansprüche bestehender Biogasanlagen

  • Neuanlagen: Die Vergärung von Gülle (Biogasanlagen bis 75 kW installierter Leistung und mindestens 80 Masseprozent Gülle) könnte vorerst noch interessant bleiben. Darüber hinaus wird wenig Zubau erwartet.
  • Das EEG 2017 hat keinen Einfluss auf aktuelle Vergütungsansprüche bestehender Biogasanlagen.
  • Frühestens acht Jahre vor Ende der aktuellen Vergütungsansprüche können Betreiber bestehender Biogasanlagen an einer Ausschreibung teilnehmen und erhalten bei Zuschlag für weitere zehn Jahre eine Anschluss­förderung. Die Vergütung der Anschlussförderung wird aber (deutlich) niedriger sein.
  • Wechseln Betreiber bestehender Biogasanlagen ins EEG 2017, müssen sie zahlreiche Zusatzregeln einhalten (doppelte Überbauung, Mais- und Getreidekorndeckel und vieles mehr). Dies sollte bereits jetzt bei jeder anstehenden Investition berücksichtigt werden.

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin September 2016 erschienen.

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