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Kartoffeln

Fast 5 Prozent mehr deutsche Kartoffeln

Kartoffelernte
© agrarfoto.com
von am
26.09.2017

Die deutsche Kartoffelernte 2017 überschreitet sehr wahrscheinlich die magische Grenze von 11 Mio. t. Damit ist das Angebot mehr als reichlich.

Der Sachverständigenausschuss von Bund und Ländern zur „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ hat festgestellt, dass auf der Basis der vorliegenden Rodungsergebnisse in diesem Jahr eine Kartoffelernte von voraussichtlich rund 11,3 Millionen Tonnen zu erwarten ist.

Das endgültige Ergebnis kann von der Vorschätzung noch abweichen, da die Haupternte noch in vollem Gange ist und sich die Hektarerträge aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs noch ändern können.

Auf der Grundlage der aktuellen Schätzung läge die diesjährige Erntemenge um 4,7 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Bessere Hektarerträge

Abladen Kartoffeln am Feldrand
Die Hektarerträge für Kartoffeln sollen 2017 um die 454 dt betragen. Das wären gut 2 Prozent mehr als 2016. © Mühlhausen/landpixel

Dank der überwiegend günstigen Wachstumsbedingungen im Sommer erwarten die Sachverständigen im Bundesdurchschnitt einen besseren Hektarertrag als in den beiden letzten Jahren. Die derzeitigen Rodungsergebnisse weisen mit 454 Dezitonnen je Hektar ein Plus von knapp 10 Dezitonnen oder von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus.

Auch in diesem Jahr fallen die Hektarerträge regional sehr unterschiedlich aus. An der Spitze steht erneut Niedersachsen mit rund 485 Dezitonnen je Hektar.

Niedersachsen und Bayern bleiben wichtigste Anbauregionen

Die Kartoffelanbaufläche wurde gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Ein Grund hierfür ist der wachsende Rohstoffbedarf für die Herstellung von veredelten Kartoffelerzeugnissen, insbesondere von Pommes Frites.

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung wurden in diesem Jahr rund 248.400 Hektar Ackerland mit Kartoffeln bestellt; dies sind knapp 5.900 Hektar oder 2,4 Prozent mehr als in 2016.

An der Rangfolge der wichtigsten Anbauregionen hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Unangefochten an der Spitze steht Niedersachsen mit einem Flächenanteil von aktuell 45 Prozent, gefolgt von Bayern mit 17 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 12 Prozent.

Stark eingeschränkt gegenüber dem Vorjahr wurde der Kartoffelanbau in Thüringen (- 8,4 Prozent) und in Baden-Württemberg (- 7,4 Prozent).

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