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Zuckerindustrie

Südzucker bestätigt bessere Bilanzzahlen

von , am
18.05.2017

Die Südzucker bestätigt nun die bisher vorläufigen Bilanzzahlen mit dem besseren Ergebnis. Die Aktionäre sollen auch eine höhere Dividende erhalten.

Südzucker Werk Offenau
Südzucker stellte im vergangen Jahr mehr Zucker her und verdiente auch wieder mehr Geld. © Werkbild

Die bereits am 24. April 2017 bekannt gegebenen vorläufigen Geschäftsjahreszahlen hat die Südzucker AG heute bestätigt. So lag der Konzernumsatz der Südzucker im Geschäftsjahr 2016/17 mit rund 6,5 Mrd. Euro rund 1,5 Prozent über Vorjahr.

Das operative Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum deutlich um 77 Prozent auf 426 Millionen Euro. Der Anstieg wird von allen Segmenten, aber insbesondere vom Segment Zucker getragen. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 72 Prozent auf 312 Millionen Euro.

Südzucker will daher die Dividende um 15 Cent auf 45 Cent je Aktie erhöhen.

Im Segment Zucker führten insbesondere ein geringerer Quotenzuckerabsatz, aber auch rückläufige Nichtquotenzuckerabsätze infolge der geringeren Ernte 2015 zu einem leichten Umsatzrückgang auf 2.776 Mrd. Euro. Im Verlauf des Geschäftsjahres steigende Zuckererlöse konnten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres den Absatzrückgang überkompensieren.

Das operative Ergebnis stieg deutlich auf 72 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 79 Mio. Euro Verluste eingefahren wurden. Wesentliche Ursache waren die höheren Quotenzuckererlöse.

Mehr Zucker erzeugt

Sowohl die deutlich ausgedehnte Anbaufläche als auch der überdurchschnittliche Rübenertrag haben 2016/17 zu einer Erhöhung der Gesamtrübenmenge auf 28,6 Mio. t geführt, gegenüber 23,7 Mio. t im Vorjahr.

Insgesamt stieg die Zuckererzeugung im Konzern auf um 0,5 Mio. t auf 4,7 Mio. t. Davon entfielen 4,4 Millionen Tonnen auf die  Zuckergewinnung aus Rüben und 0,23 Millionen Tonnen auf Zucker aus Rohrrohzuckerraffination.

 

CropEnergies profitiert von niedrigen Energiekosten

Im Segment CropEnergies erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent auf 726 Millionen Euro. Dies ist insbesondere auf höhere Erzeugungsmengen von Bioethanol wie auch von Lebens- und Futtermitteln infolge der Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton zurückzuführen.

Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz rückläufiger Ethanolerlöse gegenüber dem außerordentlich starken Vorjahr nochmals deutlich auf ein Rekordniveau um 11 Mio. Euro auf von Millionen Euro. Ausschlaggebend waren die deutlich höheren Erzeugungs- und Absatzmengen und rückläufige Nettorohstoff- und Energiekosten.

Im Segment Spezialitäten erhöhte sich der Umsatz leicht von 1.791 auf 1.819 Millionen Euro. Neben der Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz trug hierzu insbesondere der anhaltende Absatzzuwachs bei. Hierdurch konnten die teils auch durch Wechselkurseffekte – rückläufigen Erlöse mehr als ausgeglichen werden. Insbesondere der Verfall des britischen Pfunds aufgrund des Brexit-Beschlusses hatte negative Auswirkungen auf einzelne Gesellschaften des Segments.

Das operative Ergebnis konnte der Zuckerriese mit 184 Mio. Euro gegenüber dem außergewöhnlich guten Vorjahresniveau nochmals um 13  Mio. Euro gesteigert werden.

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