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Schweinefleisch

Brasilianer exportieren mehr Schweinefleisch

von , am
19.04.2017

Trotz des Fleischskandals in Brasilien scheinen die Exporte an Schweinefleisch nicht gelitten zu haben, denn sie legten im ersten Quartal 2017 zu.

Brasilien hat seine Schweinefleischexporte in den ersten drei Monaten 2017 weiter steigern können. © agrarfoto.com

Brasiliens Schweinefleischexport ist auch im ersten Quartal des laufenden Jahres weiter gewachsen. Wie aus aktuellen Zahlen der brasilianischen Vereinigung Tierisches Protein (ABPA) hervorgeht, führte das südamerikanische Land von Januar bis März insgesamt 179.200 t unverarbeitetes und verarbeitetes Schweinefleisch aus. Das waren 8,7 Prozent mehr als im ersten Quartal von 2016, berichtet Nachrichtendienst Agra-Europe. Der Exporterlös mit Schweinefleisch legte sogar um 46,8 Prozent zu und erreichte umgerechnet 378,7 Mio Euro.

Wichtigster Abnehmer für brasilianisches Schweinefleisch auf dem globalen Markt war in den ersten drei Monaten 2017 laut ABPA Russland, und zwar mit einer im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf insgesamt 68.800 t gestiegenen Abnahmemenge. Auf Platz zwei folgte Hongkong mit 37.700 t, obwohl sich die Ausfuhren dorthin um 13 Prozent verringerten. China kaufte in Brasilien mit 15.500 t Schweinefleisch rund 42 Prozent mehr ein und belegt damit den den dritten Rang. Argentinien ist der viertwichtigste Käufer und steigerte die Schweinefleischeinfuhr aus dem Nachbarland um 108 Prozent auf 10.600 t.

Fleischskandal bleibt ohne große Auswikrungen

Hinsichtlich der Exportentwicklung in den kommenden Monaten zeigte sich die Vereinigung zuversichtlich. Negative Effekte, die sich durch den aktuellen Skandal um verdorbenes und gestrecktes Rind- und Geflügelfleisch aus Brasilien auch für den Schweinefleischbereich ergeben hätten, seien schnell zu bereinigen.

Schließlich genieße Schweinefleisch aus Brasilien nicht nur beim Hauptabnehmer Russland größtes Vertrauen. Der Schweinefleischexport des südamerikanischen Landes war 2016 kräftig gestiegen, und zwar mengenmäßig um ein Drittel auf 628.700 t, wertmäßig um 15 Prozent auf umgerechnet 1,27 Mrd Euro.

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