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Schweinefleisch

Spanier erzeugen erstmals weniger Schweinefleisch

von , am
11.09.2017

In Spanien scheint die Schweinefleischproduktion an Grenzen zu stoßen. Im 1. Halbjahr 2017 ist sie erstmals seit Jahren gesunken.

Mastschweine im Stall
Erstmals seit Jahren haben die Spanier weniger Schweinefleisch im 1. Halbjahr 2017 erzeugt. © agrarfoto.com

Die Schweinefleischproduktion in Spanien ist im 1. Halbjahr 2017 erstmals seit Jahren gesunken. Das zeigen aktuelle Daten des Landwirtschaftsministeriums in Madrid.

So verringerte sich die Schweinefleischerzeugung in Spanien von Januar bis Juni 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf 2,118 Mio t.

Noch in der zweiten Jahreshälfte 2016 war die Produktion dagegen um 2,6 Prozent erhöht worden. Im ersten Halbjahr 2016 war diese sogar noch um 10,6 Prozent größer ausgefallen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Zuwächse im ersten Halbjahr von 2015 und von 2014 betrugen laut Agra Europe 8,6 Prozent und 3,7 Prozent.

Stabile spanische Schweineexporte

Auch der Export von Schweinefleisch aus Spanien in Drittländer außerhalb der EU stagnierte im ersten Halbjahr 2017 nach den enormen Steigerungen der Vorjahre. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Exportnationen wie Deutschland, Dänemark und den Niederlanden sind die stabilen Drittlandsexporte jedoch als außerordentlicher Erfolg zu bewerten.

In Deutschland gingen die Drittlandsexporte in den ersten sechs Monaten 2017 um rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, in den Niederlanden um 9 Prozent und in Dänemark um 19 Prozent.

Der überproportionale Rückgang in Deutschland ist insbesondere mit der Sperrung von Tönnies und Böseler Goldschmaus für den chinesischen Markt Anfang des Jahres 2017 begründet.

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