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Schlachtindustrie

Westfleisch rechnet in Gelsenkirchen auch nach AutoFOM-MFA ab

von , am
16.05.2017

Weil Schlachtschweine derzeit knapp sind, versucht die Westfleisch nun auch fleischärmere Schweine mit AutoFOM-MFA in den Schlachthof Gelsenkirchen zu locken.

Mit der zusätzlichen Abrechnung nach AutoFOM-MFA hofft die Westfleich auf mehr Schweine in Gelsenkrichen. © Mühlhausen/landpixel

Die Westfleisch bietet beim Einkauf von Schlachtschweinen am Standort Gelsenkirchen seit diesen Montag neben der bisher üblichen AutoFOM-Abrechnung zusätzlich auch eine Abrechnung nach AutoFOM-MFA an.

Masteber werden von dieser neuen Abrechnungs­alternative jedoch ausgeschlossen. Die Auswahlmöglichkeit gilt grundsätzlich lieferantenbezogen, so dass im Vorfeld der Lieferung eine Abstimmung mit der Westfleisch erfolgen muss.

Nach Meinung der ISN, gebe es im Vergleich zur Tönnies-Maske bei der Westfleisch leichte Abweichungen, wie einen höheren optimalen Gewichtsbereich sowie teilweise höhere Abzüge für niedrigere MFA-Werte.

Grundsätzlich begrüßt die ISN die zusätzliche Maske. Die Einführung der neuen Maske untermauere,  dass derzeit ein intensiver Wettbewerb der Schlachtbetriebe um die nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehenden Schlachtschweine herrsche und ein Ende dieser Situation derzeit nicht absehbar sei.

Mit der neuen Maske sollen wohl zusätzliche weniger fleischreiche Schweine nach Gelsen­kirchen gelockt werden, die bei der reinen AutoFOM-Bezahlung bekanntermaßen schlechter abschneiden, so die ISN.

Jeder Schweinehalter sollte daher betriebsindividuell ermitteln, welche der beiden Abrechnungssysteme bei der Schlachtschweine­vermarktung bessere Erlöse verspricht und dementsprechend seine Vermarktung optimieren.

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