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Schlachtbranche

Westfleisch baut Paderborn nicht mehr auf

von , am
13.09.2017

Die Westfleisch will nach dem Brand den Standort Paderborn nicht mehr aufbauen. Das Vieh-Logistikzentrum bleibt aber bestehen.

Feuer Westfleisch-Standort Paderborn
Nach dem Großbrand am Standort Paderborn verzeichtet die Westfleisch auf den Wiederaufbau. © WB/youtube

Rund eineinhalb Jahre nach dem Großbrand des Fleischcenters Paderborn konnte die Westfleisch die Schadensregulierung mit den Versicherern jetzt abschließen. „Nachdem nun alle Fakten auf dem Tisch liegen, haben sich Vorstand und Gremien nach intensiver Abwägung gegen den Wiederaufbau eines Produktionsstandortes in Paderborn entschieden“, teilt das geschäftsführende Vorstandsmitglied Carsten Schruck mit.

„Der Entschluss hat die breite Zustimmung unserer Gremien und trägt unserer Gesamtverantwortung gegenüber dem Unternehmen, den Mitgliedern und Anteilseignern Rechnung.“

Sein Vorstandskollege Johannes Steinhoff (53) ergänzt: „Der Schwerpunkt unserer Investitionen in die Zukunft soll in der Stärkung bestehender Schlacht- und Zerlegestandorte sowie im Ausbau von Weiterver-arbeitung und Veredelung liegen.“

Viehzentrum bleibt vor Ort

„Mit dem Vieh-Logistikzentrum vor Ort bleibt Westfleisch auch zukünftig ein verlässlicher Partner der Landwirtschaft in der Region Paderborn“, betont Dirk Niederstucke (56), Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. „Die langjährigen Beziehungen zu unseren Landwirten, Genossenschaften und dem Viehhandel werden wir mit Engagement und Herzblut fortführen“, so Niederstucke weiter.

Auch nach dem Großbrand konnte die Westfleisch alle Abnahme- und Lieferverpflichtungen durch zunächst Lohnschlachtungen und die spätere Übernahme des Schlachthofs in Gelsenkirchen sowie die Ausweitung der Schlacht- und Zerlegevolumina an den anderen Westfleisch-Standorten erfüllen.

Ein Fünftel der Gesamtkapazität verloren

Mit der Zerstörung des Standortes im Februar 2016 fiel rund ein Fünftel der Gesamtkapazität der Unternehmensgruppe über Nacht weg.

Das Fleischcenter Paderborn wurde im Jahr 1978 in Betrieb genommen und war einer von insgesamt sechs Schlacht‐ und Zerlegebetrieben der Westfleisch‐Gruppe. Bis zur Brandkatastrophe im Februar 2016 wurden dort pro Woche etwa 1.300 Rinder sowie 30.000 Schweine geschlachtet und zerlegt.

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