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Agrarhandel

ZG Raiffeisen will Verluste wettmachen

ZG-Tanklaster-Rapsfeld
Fehler im Überwachungssystem im Energiegeschäft bescherten der ZG Raiffeisen herbe Verluste in zweistelligen Millionenbereich. © ZG Raiffeisen
von , am
10.10.2017

Nach herben Verlusten der ZG Raiffeisen im Energiegeschäft in 2016 soll es in diesem Jahr wieder deutlich besser laufen, verspricht der Vorstandsvorsitzende Dr. Glaser.

ZG-Glaser-Ewald-Vorstand
Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender ZG Raiffeisen, Karlsruhe © ZG Raiffeisen

Trotz widriger Wetterbedingungen und harten Wettbewerbs in allen Sparten blieb der Umsatz der gesamten Unternehmensgruppe ZG Raiffeisen im Jahr 2016 mit 1 Mrd. Euro nur knapp hinter dem der vergangenen Jahre zurück. Die negativen Auswirkungen eines Schadensfalls im Geschäftsbereich Energie auf das Ergebnis der Genossenschaft und der gesamten Unternehmensgruppe können nach aktuellem Stand bereits in diesem Jahr kompensiert werden.

„Dieser Vorfall ist schmerzlich, aber einmalig und ohne Auswirkungen auf die Zukunft des Geschäftsbereichs Energie oder gar des gesamten Unternehmens“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Ewald Glaser.

 

Überwachungsfehler bringt 10 Mio. Euro Verlust im Energiegeschäft

Deren Mitglieder erhalten trotz des Negativergebnisses von 8,3 Mio. Euro eine Dividende von drei Prozent und die übliche Warenrückvergütung. Beides wird durch eine Entnahme aus den Rücklagen gedeckt. Die Eigenkapitalquote der Genossenschaft sank nur geringfügig von 31,3 auf 30,6 Prozent auf 79 Mio. Euro.

Insgesamt 10 Mio. Euro beträgt der Verlust, der der ZG Raiffeisen Energie GmbH infolge einer nicht ordnungsgemäß überwachten Systemumstellung seit dem Jahr 2014 entstanden ist. Diese führte zu Fehlkalkulationen im Ein- und Verkauf von fossiler Energie. Das Ergebnis der gesamten Unternehmensgruppe liegt infolge dieses Verlusts bei minus 3,6 Mio. Euro.

Die 6,9 Mio. EUR für Standortmodernisierungen innerhalb des genossenschaftlichen Unternehmenskerns konnte die ZG komplett aus dem Jahres-Cashflow finanzieren. In der gesamten Gruppe inklusive aller GmbHs und Beteiligungen wurden 22,2 Mio. Euro investiert.

Für 2017 rund 11,3 Mio Euro Jahresüberschuss

„Nachdem sich sämtliche Negativeffekte in der Bilanz 2016 niedergeschlagen haben, werden gegenläufige positive Effekte wie etwa die Auszahlung einer beantragten Versicherungsentschädigung erst im Jahresabschluss 2017 sichtbar“, betont der Vorstandsvorsitzende.

Der Blick auf die positive Umsatzentwicklung in allen Geschäftsbereichen und die Erwartung einer sehr guten Maisernte stimmt Glaser zuversichtlich: „Inklusive der Versicherungssumme rechnen wir für 2017 mit einem Jahresüberschuss von 11,3 Mio. Euro.“
 

ZG bezeichnet sich als erfolgreichsten Fendt-Händler

Seit Beginn dieses Jahres betreibt die ZG Raiffeisen ein Gebrauchtmaschinenzentrum in Bühl. Neumaschinen der Premiummarke Fendt verkaufte die Technik-Sparte der Genossenschaft 2016 besonders gut und avancierte nach eigenen Angaben damit zum erfolgreichsten Fendt-Händler Deutschlands gemessen an der Größe ihres Arbeitsgebiets.

Ab Januar 2018 wird die ZG Raiffeisen Technik auch den Exklusivvertrieb für Valtra in Baden erhalten – einer weiteren Marke innerhalb des AGCO-Konzerns, zu dem auch Fendt gehört. Die ZG Raiffeisen Märkte sowie das Raiffeisen Kraftfutterwerk Kehl setzten ihren Auf-wärtstrend der vergangenen Jahre auch 2016 weiter fort. Bei der Raiffeisen Baucenter GmbH wirkte sich der Verkauf ihrer französischen Tochter positiv auf das Ergebnis aus.

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