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Mehr als 400 Millionen Euro Superabgabe

von , am
06.10.2014

Acht EU-Mitgliedstaaten haben ihre nationalen Milchquoten 2013/14 überliefert und müssen ihren Milcherzeugern darum insgesamt rund 409 Millionen Euro an Superabgaben vom Milchgeld abziehen, obwohl die EU-weit erlaubte Gesamtquote nicht erreicht wurde.

© landpixel
Das geht aus einer aktuellen Übersicht hervor, die die Europäische Kommission jetzt veröffentlicht hat. Die höchste Überlieferung verzeichnete nach den noch vorläufigen Zahlen Deutschland mit 588.826 Tonnen oder 1,9 Prozent der Anlieferungsquote. Daraus resultiert laut EU-Kommission eine Superabgabe von 163,87 Millionen Euro. Die Direktvermarkterquote wurde eingehalten.
 
An zweiter Stelle folgten die Niederlande mit 474.737 Tonnen oder 4,0 Prozent Überschuss bei der Anlieferungsquote und weiteren 3.297 Tonnen bei der Direkvermarkterquote. Das ergibt eine Strafzahlung von 132,1 Millionen Euro für die Anlieferer und von 918.000 Euro für die Direktvermarkter.
 
Außerdem produzierten Polen, Dänemark, Österreich, Irland, Zypern und Luxemburg mehr Milch als nach den nationalen Garantiemengen erlaubt. Die übrigen 20 Mitgliedstaaten blieben hingegen teilweise deutlich unter den erlaubten Höchstmengen, so dass die addierte EU-Garantiemenge um 4,6 Prozent unterschritten wurde. Ein Jahr zuvor hatte die Unterausnutzung sogar 6,0 Prozent betragen. 

Am 1. April 2015 wird das EU-Milchquotensystem abgeschafft.
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