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Mehr Butter und Magermilchpulver exportiert

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von , am
07.07.2015

Die europäischen Molkereien haben nach dem russischen Importstopp neue Absatzwege für wichtige Milchprodukte gefunden.

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In den ersten vier Monaten 2015 haben die EU-Molkereien acht Prozent mehr Butter und 17 Prozent mehr Magermilchpulver in Drittländer ausführen können. So sind die Butterexporte in diesem Zeitraum auf 46.879 t geklettert. Hauptabnehmer waren dabei Saudi-Arabien, Ägypten und die USA. Alle drei Länder kauften deutlich mehr Butter in der EU als in 2014.
 
Die EU-Butterproduktion lag von Januar bis April 2015 nur leicht über dem Vorjahresniveau, während die Milchproduktion noch 0,6 Prozent niedriger als 2014 war. Für 2015 rechnen die EU-Experten nun nur noch mit einer Steigerung von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nachdem die EU-Milchproduktion aber am Jahresanfang schwächer war, werden die Milcherzeuger von Juni bis Dezember 2015 wohl 1,6 Prozent mehr Milch anliefern.


Deutlich mehr Magermilchpulver exportiert

An Magermilchpulver exportierten die Molkereien knapp 248.791 t gegenüber 213.443 t im Vorjahreszeitraum. Dabei entwickelten sich die Mengen in den drei wichtigsten Abnehmerländern unterschiedlich. Während Algerien mit knapp 40.500 t 26 Prozent weniger Magermilchpulver importiert, nahmen die Ägypter mit 24.689 t gar 84 Prozent mehr EU-Milchpulver ab. Die Indonesier dagegen führten mit gut 19.000 t elf Prozent weniger ein.
Dabei stellten die EU-Molkereien in den ersten vier Monaten 2015 rund 1,5 Prozent mehr Magermilchpulver her.
 
 

Bei Käse ein Minus

Allerdings waren von Januar bis April die Käseexporte nach wie vor schwächer als in 2014. So exportierten die EU-Käsehersteller mit 222.899 t zwölf Prozent weniger Käse in Drittländer. Immerhin konnten sie in den drei wichtigen Abnehmerländern wie USA, Japan und Schweiz Zuwächse erzielen und so einen Teil des Verlustes durch den russischen Importstopp ausgleichen.
Die EU-Käseproduktion war von Januar bis April 2015 ungefähr so hoch wie im Vorjahr.
 
Auch bei Vollmilchpulver blieben die Exporte mit 126.934 t zehn Prozent unter der Vorjahresmarke. Dabei kaufte nur Oman als wichtigster Abnehmer 21 Prozent mehr Vollmilchpulver. Algerien und Nigeria führten indes 53 Prozent bzw. 21 Prozent weniger ein. 
Jedoch fiel in den ersten vier Monaten auch die Produktion von Vollmilchpulver um 15 Prozent geringer aus. 
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