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Mehr Hilfen für Schweine- und Milchbauern nötig

von , am
14.07.2015

Copa und Cogeca fordern die EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel wegen der besorgniserregenden Lage in den Milch- und Schweinefleischsektoren zu mehr Unterstützung auf.

Sie wird das von der Russischen Föderation verhängte Embargo für landwirtschaftliche Exporte der EU noch verschärft. In einem hochrangigen Treffen mit der luxemburgischen Ratspräsidentschaft sagte Pekka Pesonen, Generalsekretär von Copa-Cogeca: "Wir unterstützen die Bedenken des österreichischen Landwirtschaftsministers hinsichtlich der schwierigen Lage auf dem EU-Markt für Schweinefleisch. In Österreich liegen die Preise für manche Kategorien Schweinefleisch zum Beispiel weiterhin sieben Prozent unter den Preisen von 2013, während sie in Belgien im Vergleich zu 2014 sogar um zwölf Prozent gesunken sind."
 
Die Hoffnungen auf eine baldige erneute Öffnung des russischen Exportmarktes, der für uns der wichtigste Exportmarkt für Schweinefleisch ist, wurden durch die Verlängerung des russischen Embargos bis 2016 zerstört. Folglich appellieren Copa und Cogeca an die EU, die Verhandlungen mit Russland zur Aufhebung der Anfang 2014 verhängten SPS-Einschränkungen für EU-Schweinefleischexporte zu verstärken. Dadurch könnten die Exporte nach Russland für manche Produkte wie genießbare Schlachtnebenerzeugnisse und Speck wieder aufgenommen werden. Diese waren nicht in der allgemeinen Liste der vom Embargo betroffenen Produkte aufgeführt, welche infolge der politischen Auseinandersetzung zwischen der EU und Russland erstellt worden war.
 

Milch: Private Lagerhaltung verlängert

Pesonen unterstrich ferner die Schwierigkeiten im EU-Milchsektor – in einigen Ländern liegen die Erzeugerpreise in diesem Sektor unter den Produktionskosten – und warnte vor einer erwarteten weiteren Verschlechterung der Lage. "Copa und Cogeca fordern folglich die Kommission auf, die Direktzahlungen vor dem 1. Dezember auszuzahlen und sicherzustellen, dass die Superabgabe 2014/2015 in den Milchsektor zurückfließt, um den Milchlandwirten bei ihren Cashflowproblemen zu helfen. Der EU-Interventionspreis für Milch muss ebenfalls angehoben werden, um den steigenden Produktionskosten Rechnung zu tragen."
 
EU-Agrarkommissar Hogan hat auf der Sitzung des EU-Agrarrates angekündigt, die Zuschüsse für die Private Lagerhaltung von Butter und Magermilchpulver zu verlängern. Diese wären im September ausgelaufen.   
 
Copa und Cogeca fordern auch eine Verlängerung der Stützungsmaßnahmen für Obst- und Gemüseerzeuger der EU, um die Auswirkungen des bis 2016 verlängerten russischen Embargos für EU-Erzeugnisse abzumildern. 

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