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Mehrfachantrag: 15. Mai bleibt als Frist

© landpixel
von , am
20.03.2015

Die Stoffstrombilanz vereinfacht die Aufzeichungen für die Bauern nicht, kritisiert der Deutsche Bauernverband. © landpixel
Für deutsche Landwirte wird weiterhin der 15. Mai Stichtag für die Abgabe des Mehrfachantrages sein. [[mehr]] Denn das Bundeslandwirtschaftsministerium und die Bundesländer werden von der Möglichkeit einer Fristverlängerung keinen Gebrauch machen. Eine Fristverlängerung hätte unter anderem den Nachteil, dass Landwirte Betriebsprämien später ausgezahlt bekommen. Zudem beginnen bereits ab 1. Juni bis 15. Juli die Kontrollen der Feldbestände, ob Landwirte die Fruchtfolgeauflagen einhalten.
 
"Bund und Länder haben große Anstrengungen unternommen und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Antragsfrist zum 15. Mai in Deutschland eingehalten werden kann. Die Landwirte wurden auch bereits gut über die neuen Anforderungen für den Erhalt der Direktzahlungen informiert, " teilt eine BMEL-Sprecherin mit.
 
Offen ist derzeit, ob Österreich von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen wird.
 

Grünes Licht aus Brüssel

So hat die EU-Kommission gestern eine einmalige Verlängerung der Abgabe des „Mehrfachantrag Flächen“ (MFA) bis zum 15. Juni eingeräumt. EU-Agrarkommissar Phil Hogan möchte im ersten Jahr der GAP-Reform mit entsprechenden Umstellungsschwierigkeiten den Landwirten entgegen kommen. Vor allem in Frankreich und Italien hatten sich für eine Fristverlängerung stark gemacht.
 
Bisher war der 15. Mai der letztmögliche Zeitpunkt. Jetzt kann es auch der 15. Juni sein. Allerdings gilt die Regelung nur für das erste Jahr der Reform, also für 2015. Auch für flächenbezogene Zahlungen aus den Programmen für die Ländliche Entwicklung gilt die Verlängerung.
 
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