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Milch: Bis zu 31 Cent im Schnitt möglich

von , am
21.01.2015

© Biehl
Insgesamt befindet sich die Milchproduktion zu Beginn 2015 in Deutschland wie in Europa immer noch auf dem vergleichsweise hohen Niveau des Vorjahres. [[mehr]] Zudem wird die Milchquote ab dem 1. April 2015 das Milchaufkommen nicht weiter beschränken. Jedoch ist zu Jahresbeginn 2015 in Deutschland ein Rückgang in der Milcherzeugung festzustellen und die niedrigeren Milchpreise dürften vielfach dämpfend auf die Ausweitung der Milchproduktion wirken.
 
"Die Aussichten für die nächsten Monate am Milchmarkt im Jahr 2015 sind zunächst schwierig und mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund erscheint für Deutschland ein Milchpreisniveau von 30 bis 31 Eurocent im Durchschnitt für das Jahr 2015 möglich, sofern sich keine weitreichenden politischen oder wirtschaftlichen Krisen ereignen", meint Dr. Engel, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes (MIV).
 

Internationales Angebot entscheidend

Entscheidend für den weiteren Verlauf am deutschen Milchmarkt wird daher sein, inwieweit national wie international die Milcherzeuger auf die Preissignale reagieren und ihre Produktion dementsprechend ausrichten werden. Denn fast die Hälfte der deutschen Milch geht in Form von Milchprodukten aus Deutschland in andere Länder. Umgekehrt wird auch eine erhebliche Menge an Milchprodukten importiert (>40 % umgerechnet in Milchäquivalente).
 
Es bleibt aber dabei, dass die Nachfrage nach Milchprodukten international auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 109,6 kg weiter gestiegen ist – der globale Megatrend für Milchprodukte ist positiv. Weiterhin senden die Märkte seit wenigen Wochen stabilisierende bzw. aufstrebende Signale aus. Doch nicht nur Milcherzeuger und Verarbeiter stehen vor den Herausforderungen der nächsten Monate, sondern auch die Politik ist aufgerufen, Marktzugänge zu erhalten und auszubauen und damit die einheimische Milchwirtschaft zu unterstützen, fordert der MIV.
 
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