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Milch: Copa fordert weitere Maßnahmen

von , am
16.03.2015

Copa und Cogeca begrüßen die Abstimmung des EU-Verwaltungsausschusses zur Initiative der Kommission, die darauf abzielt, den Milcherzeugern im Umgang mit der übermäßigen Belastung aufgrund der Superabgabe für Milch zu helfen, forderten aber die Ergreifung weiterer Maßnahmen.

© agrarpress
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Milch von Copa-Cogeca, Mansel Raymond, sagte: "Milcherzeuger befinden sich in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage, die ihren Cash-Flow gefährdet. Grund dafür sind niedrige Preise, stark steigende Betriebsmittelkosten und schwache Umsatzzahlen. Für viele Erzeuger in ungefähr 13 Mitgliedstaaten wird dieses Jahr wahrscheinlich eine hohe Superabgabe für Milch fällig sein. Ich begrüße dementsprechend die heutige Abstimmung des EU-Verwaltungsausschusses über den Vorschlag der EU-Kommission, mit dem der Druck reduziert werden soll, der auf den Landwirten lastet, indem ihnen ein längerer Zahlungszeitraum für die Superabgabe eingeräumt wird."
 
So können Mitgliedstaaten den Milcherzeugern ermöglichen, die Superabgabe in drei Raten auf 2015, 2016 und 2017 zu verteilen. Deutschland will dies nach bisherigen Informationen wohl über Sonderkredite der Landwirtschaftlichen Rentenbank lösen.

Investitionsstopp vermeiden

Es seien jedoch weitere Maßnahmen erforderlich, betonte Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen. Es wird erwartet, dass die Superabgabe dieses Jahr sehr hoch ausfallen wird, was bedeutet, dass hohe Summen aus dem Sektor fließen würden. Das ist absolut inakzeptabel. Der Milchsektor leistet mit seinen EU-Exporten von rund 7 Mrd. € einen großen Beitrag zur Ankurbelung des Wachstums. Es wäre äußerst bedauerlich, wenn ein administratives Problem zu einem Investitionsstopp unseres Sektors führen würde, insbesondere zu einem Zeitpunkt, zu dem die Indikatoren gute mittelfristige Marktaussichten anzeigen und der sich besonders gut für Investitionen eignen würde.
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