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Milch: Neue Absatzmärkte nötig

von , am
20.01.2015

Das Ende der Milchquote und damit der staatlichen Mengenregulierung Ende März dieses Jahres heißt für Milchbauern und Molkereien gleichermaßen, international neue Absatzmärkte zu etablieren. "Die Auswirkungen des russischen Importembargos haben verdeutlicht, dass sich die Milchwirtschaft in Zukunft noch breiter aufstellen muss. Deutsche Milchprodukte haben eine hohe Qualität und sind deshalb weltweit gefragt. Diese Chancen sollten wir nutzen," äußerten der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, und Vertreter der deutschen Milchverarbeiter auf dem Fachforum Milch des DBV auf der Internationalen Grünen Woche. 
 

Neben den europäischen Nachbarmärkten stehen Märkte in Drittländern mit einer stark wachsenden Mittelschicht im Fokus. Rukwied machte klar: "Die Milchbauern stellen sich marktorientiert auf. Das sollte von der Politik unterstützt und die Milcherzeuger dabei nicht überfordert werden."
 
 

Mehr Nachhaltigkiet nur bei Zuschlägen möglich

Wenn es der Branche mit Eigeninitiativen wie QM-Milch gelinge, sich stetig weiterzuentwickeln, dürfe die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe nicht durch immer neue Auflagen im Umwelt- und Tierschutz gefährdet werden, erklärte Rukwied. Zusätzliche Anforderungen zur Nachhaltigkeit müssen einen Mehrwert für die Erzeuger bringen, darüber waren sich die Vertreter des Fachforums Milch einig. Es sei auch wichtig, dass QM-Milch als einheitliches System etabliert werde und sich nicht eine Vielzahl von unterschiedlichen Systemen inflationär entwickelte. 
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