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Milch: Neue Strategien für Vermarktung nötig

von , am
14.01.2015

Preisrisiken und Preisunsicherheiten werden nach dem Ende der Milchquote weiter steigen und insbesondere in diesem Jahr sehr ausgeprägt sein. Hierauf verwies Prof. Dr. Holger Thiele von der Fachhochschule Kiel in Osterrönfeld auf der DLG-Wintertagung in Berlin.

Seiner Ansicht nach benötigen die Marktteilnehmer im Milchmarkt – Molkereien wie Milcherzeuger - neue Vermarktungsstrategien, um mit höheren Preisschwankungen umzugehen. [[mehr]] Ähnlich wie bei anderen Agrarrohstoffen werde dazu in der Zukunft der Umgang mit Milchtermingeschäften gehören. Die Branche habe hier noch einen großen Aufholbedarf.
 
Insbesondere sollten die Marktakteure die Möglichkeiten für neue Kontraktvarianten prüfen, die Elemente für eine Preisstabilisierung enthalten. Darüber hinaus empfiehlt der Wissenschaftler, zukünftig politische Instrumente für die Krisensituationen im Milchmarkt kritisch auf ihre Eignung zu überprüfen.
 
 

Terminbörse ist eine Möglichkeit

Der Warenterminhandel mit Milchprodukten kann für Milcherzeuger ein sehr interessantes Instrument zur Risikosteuerung sein. Davon zeigt sich Johann Kalverkamp von der VR Beratung in Lingen überzeugt. Wie der Berater auf der DLG-Wintertagung erklärte, könnten die Phasen hoher Milchpreise dazu genutzt werden, sich dieses Niveau möglichst weit für die kommenden Liefermonate zu sichern, um so Phasen mit niedrigen Milchpreisen, die teilweise keine Kostendeckung mehr ermöglichen, zu überbrücken.
 
Wer dies beispielsweise konsequent seit Ende letzten Jahres umgesetzt habe, profitiere noch heute von einem Ausgleich für das geringere Milchgeld über die Börse. Die Kosten für die Absicherung seien dabei moderat. Sie sollten als Investition in das betriebliche Risikomanagement gesehen werden.
 
Während der Absicherung gebe es einige Dinge zu beachten. "Oberstes Gebot dabei ist, die zu Beginn geplante Absicherungsstrategie bis zum Ende durchzuziehen und sich dabei nicht von Emotionen zu Fehlentscheidungen drängen zu lassen", betonte Kalverkamp.
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