Login
dlz-Aktuell

Milch: Wachstum gebremst

von , am
24.07.2015

Die weltweit niedrigen Milchpreise werden das Angebot an Milch dämpfen, so die aktuelle Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums.

© landpixel
So erwartet das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner aktuellen Analyse des Weltmilchmarkts, dass das Milchaufkommen in den wichtigsten Exportländern mit 283 Mio. t rund ein Prozent niedriger ausfallen wird als noch Ende 2015 geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr wäre es dann nur noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Während die US-Experten für die EU und Australien ihre Prognosen nicht geändert haben, haben sie vor allem die Milcherzeugung in Australien, USA und Neuseesland gegenüber der Dezemberschätzung zurückgenommen.
 
Aufgrund der niedrigen Milchpreise in Neuseeland, die auf dem tiefsten Punkt seit sieben Jahren sind, soll die Milchproduktion gegenüber 2014 sogar leicht um ein Prozent auf 21,7 Mio. t sinken. Gleiches triftt auch auf Australien zu. Dort sollen die Farmer mit 10,7 Mio. t rund vier Prozent weniger Milch melken. Nur in den USA könnte die Milchproduktion nach der neuen Analyse leicht um 1,2 Mio. t auf 94,7 Mio. t steigen. Vor einem halben Jahr erwarteten die US-Analysten gar noch eine Steigerung auf 96,3 Mio. t. Als Grund nennen sie unter anderem die Trockenheit, zum Beispiel in Kalifornien, die zu Einbußen bei der Milchleistung führe.

Weniger Milch in Russland

In den 14 wichtigsten Milcherzeugerländer wird 2015 die Produktion rund 489,4 Mio t erreichen. Das sind rund 3,0 Mio. t oder 0,6 Prozent weniger als bei der letzten Prognose im Dezember 2014 angenommen worden war. Anstelle eines Produktionsanstiegs von 1,6 Prozent soll es im Vergleich mit 2014 nun nur noch einen Zuwachs von einem Prozent bei der globalen Milchmenge geben. 
 
In Russland soll die Erzeugung gegenüber 2014 sogar um 3,4 Prozent auf den neuen Tiefstwert von 29,5 Mio. t sinken. Ganz anders sieht es in Indien aus. So ist der Kuhbestand um vier Prozent auf 52,5 Millionen Tiere gestiegen. Die Milcherzeugung soll daher gegenüber demVorjahr 2014 um fünf Prozent auf 63,5 Mio. t. klettern.
Auch interessant