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MilchBoard lehnt Exporte ab

von , am
07.08.2015

In einem offenen Brief an Bundesagrarminister Christian Schmidt machen Vorstand und Beirat der MEG Milch Board w. V. deutlich, dass Sie nichts davon halten, in der derzeitigen Milchkrise auf weitere Exporte zur Marktentlastung zu setzen.

© Werkbild
Grund für den offenen Brief der MEG MilchBoard war ein Interview mit Agrarminister Schmdit in der Zeitung "Die Welt“ vom 2. August. So heißt es unter anderem in dem Brief "die immer wieder geäußerte Ansicht, der Export solle das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage regeln, geht an der Wirklichkeit vorbei." So baue China seine eigene Milchproduktion auf, im Übrigen mit Hilfe der EU. Die Ausfuhr der Milchprodukte ins Reich der Mitte werde laut MEG Milchboard deshalb auch in Zukunft eine marginale Rolle spielen, zumal der Milchpulverexport dorthin eine ziemlich zu vernachlässigende Größe darstelle.
 
Aus Sicht der Milcherzeugergemeinschaft benötige der Markt Regeln. "Das sagen nicht wir. Das fordern Nobelpreisträger und Wirtschaftsweise. Es ist deshalb von einer gewissen Nachlässigkeit geprägt, wenn Sie Ihre Ratschläge allein auf den derzeit wirkungslosen Export beschränken," schreibt der Vorstand. 
 
Die MEG MilchBoard hält daher ihr das Marktverantwortungsprogramm des BDM für den richtigen Weg. Unter anderem wird darin die Bündelung der Milchbauern und die Reform oder Beseitigung der Andienungspflicht gefordert.
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