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Milchkrise: EU muss schnell helfen

von , am
11.08.2015

Angesichts der anhaltend schlechten Erzeugerpreise für die Milchbauern fordert Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt die EU zum Handeln auf.

"Ein Ende der Niedrigpreise ist nicht absehbar. Daher müssen die auf September befristeten Interventionsmaßnahmen der EU auch danach und mit gegebenenfalls größeren Mengen fortgeführt werden", fordert Sachsens Agrarminister. Darüber hinaus forderte der Minister, auch die Interventionspreise anzuheben. "Die Interventionspreise, zu denen die EU Milchprodukte aufkauft, wirken auf dem Markt als Untergrenze für den Milchpreis. Sie wurden zuletzt 2008 auf der Basis der damals anfallenden Kosten kalkuliert. Seitdem sind die Preise für Futter, Kraftstoffe und vieles mehr gestiegen. Daher müssen auch die Interventionspreise angehoben werden, wenn sie den Landwirten wirklich helfen sollen. Eine Prüfung durch den Bund und die EU-Kommission haben die Agrarministerkonferenz bereits im Frühjahr gefordert".
 

Steuerfreie Rücklagen ermöglichen

Aktuell erhalten die Milcherzeuger einschließlich aller Zuschläge zwischen 26,5 und 28 Cent pro Kilogramm. Die Kosten liegen auch bei den effizientesten Betrieben deutlich über dieser Marke. Somit fahren die Betriebe mit der Milchproduktion jeden Tag Verluste ein, betont der Minister. Darüber hinaus sprach sich Schmidt erneut für die Einführung steuerfreier Rücklagemöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe als Selbsthilfe in Krisensituationen aus. Diese Maßnahme auf Bundesebene würde den Landwirten ermöglichen, für die zunehmenden Gewinn- und Einkommensschwankungen durch Markt- und Witterungsrisiken Vorsorge zu treffen. 
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