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Milchmarkt schwächelt noch

von , am
29.06.2015

Der negative Trend am Milchmarkt ist noch nicht gestoppt. Das zeigt das jüngste Ergebnis zum Rohstoffwert Milch im Juni.

So ist der Rohstoffwert Milch nach Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (Ife) im Juni auf 24,5 Cent/kg Milch ab Hof gefallen. Das waren gegenüber Mai 0,4 Cent/kg weniger. Basis sind 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, netto. Damit ist der Rohstoffwert Juni 2015 nur noch 0,6 Cent als der  historische Tiefstwert von 23,9 Cent/kg vom Mai 2012.
 
Im Juni 2014 lag er dagegen noch mit 36,9 Cent/kg 12,4 Cent/kg höher. Der Rohstoffwert leitet sich auf den aktuellen Preisen für Butter und Magermilchpulver ab und enthält keinen Kontraktware. Daher kann er nicht den Auszahlungspreis von Molkereien darstellen. Er gibt aber die Tendenzen an, in welche Richtung sich die Milchauszahlungspreise in den kommenden Monaten entwickeln werden.

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Milchwert Deutschland ist 0,9 Cent schwächer

Nach aktuellen Berechnungen ist auch der Milchwert Deutschland im Juni im Schnitt um 0,9 Cent/kg schwächer ausgefallen. Im Süden Deutschlands war der Rückgang mit 1,1 Cent/kg sogar noch stärker. Allerdings ist er dort noch um 0,3 bis 0,4 Cent/kg höher als in den Regionen Nord und Ost.
 
Der Milchwert Deutschland umfasst alle wichtigen Verwertungen wie Frische, Käse, Spotmilch, Butter und Pulver. Wie den Rohstoffwert berechnet auch den Milchwert das Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (Ife).
 
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