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Milchpreise drohen weiter zu sinken

von , am
19.12.2014

Der Druck am Milchmarkt hält weiter an. Die Erlöse für Butter und Magermilchpulver werden über den Jahreswechsel weiter schwächer erwartet.

© landpixel
Im Dezember hat sich die Verwertung der Milch über Butter und Magermilchpulver verschlechtert. Damit hält der Druck auf die Milchauszahlungspreise an.[[mehr]] Nach Berechnungen des Kieler ife-Institutes sank der Rohstoffwert um 0,8 Cent/kg auf 24,7 Cent/kg ab. Das sind über 20 Cent/kg weniger als vor einem Jahr. Damit hat der Rohstoffwert den zweittiefsten Stand seit vier Jahren erreicht. nur im Mai 2012 war er mit 23,9 Cent/kg noch niedriger.

Der Rohstoffwert Milch ab Hof gilt für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof des Milcherzeugers, ohne Mehrwertsteuer, d.h. durchschnittliche Erfassungskosten und Nebenkosten der Erfassung vom Milcherzeuger bis zur Molkerei von 1,4 Cent je kg Milch sind berücksichtigt.

Der Milchwert Deutschland ist im Dezember auf unter 29 Cent/kg bei 4,0 % Fett und 3,5 % Eiweiß gefallen. Im Gegensatz zum Rohstoffwert umfasst der Milchwert alle wichtigen Verwertungen, auch Käse und Fische.
International notierten jedoch die Butterpreise bei der letzten Fonterra-Auktion in diesem Jahr deutlich fester. Nur Magermilchpulver stand am Weltmarkt weiter unter Druck.

Die aktuellen Auszahlungspreise der Molkereien können dlz-Abonnenten noch vor dem Erscheinen der aktuellen dlz-Ausgabe kostenlos in unserem Exklusiv-Service "dlz-markt".einsehen. Zudem finden Sie dort ständig aktualisierte Prognosen zum Milchmarkt. dlz-Abonnenten benötigen für ihre Registrierung lediglich die Kundennummer .

Keine Kontrakte berücksichtigt

Der Rohstoffwert Milch gibt nicht den Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an. Denn er legt nur Erlöse aus Butter und Magermilchpulver zugrunde, berückischtigt keine Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitern/Handel und Molkereien und ist nur für das hier gewählte Erlös-, Kosten- und Mengenszenario ermittelt. Die Vollkosten berücksichtigen die Herstellungs- und Vertriebskosten, nicht die Erfassungskosten. Sie fließen mit 26 EUR/100 kg bei Butter und 38 EUR/100 kg bei Magermilchpulver in die Berechnung ein. Bei Magermilchpulver wird mit Laktose standardisierte Ware unterstellt.
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