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Milchquote fällt zehn Jahre zu spät

© agrardigital
von , am
01.04.2015

CSU-Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer © agrardigital
Blickt man knapp 31 Jahre nach Einführung der Milchquote in die nationale und internationale Milchwirtschaft wird die eigentliche Krux der Quote offenbar:[[mehr]] Die weltweite Milchproduktion stieg in den Jahren 1984 bis 2014 um 45 Prozent auf 636 Millionen Tonnen Milch. Die deutschen und europäischen Milchmengen liegen 31 Jahre nach Einführung der Quote unterhalb der Werte von 1984!
 
"Die Quote hatte ihre Berechtigung, aber wir hätten sie besser vor zehn Jahren abgeschafft", fasst der mittelfränkische CSU-Abgeordnete und Landwirt Artur Auernhammer in seiner Bundestagsrede zusammen. "Sie hat uns von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt. Stellen wir uns nur einmal vor, diese Entwicklung wäre in der Automobilindustrie erfolgt. Der deutsche Wohlstand wäre ein völlig anderer als wir ihn kennen."
 
 

TTIP kann Chance sein

Umso wichtiger ist es nun durch gezielte Programme die Wertschöpfung der Agrarwirtschaft zu fördern. "TTIP könnte dabei ein Puzzleteil sein, das zu einer Öffnung der deutschen Märkte zum Milchexport führt." Bundesagrarminister Christian Schmidt ist aktiv dabei, Märkte für die Landwirtschaft im Ausland zu erschließen. Das ist die Aufgabe, die auch Artur Auernhammer begleitet. "Der Wegfall der Quote ist eine Chance." 
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