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Milchverwertung bessert sich nur leicht

von , am
05.10.2015

Selbst nach den höheren Preisen von Aldi und Lidl für Trinkmilch und Butter werden sich die Milchverwertung und damit die Milchpreise in Deutschland nur leicht verbessern.

Trotz der jüngsten Erhöhungen, die Discounter Netto und Aldi die Preise für Trinkmilch um 4 Cent und für Butter um bis zu 10 Cent, liegt man dann exakt wieder auf dem Niveau vom Frühjahr 2015, als Aldi die schlimme Preisdrückphase eingeläutet hatte, gibt der Landesbauernverband Brandenburg zu bedenken.
 
"4 Cent mehr sind nicht viel, auch für den Milchkäufer nicht! Wichtig ist nur, dass diese 4 Cent nun in voller Höhe wirklich beim Milcherzeuger ankommen. Dem ist aber leider nicht so!", heißt es in einer Pressemeldung. Genauso wichtig ist, dass schnellstmöglich auch bei den anderen Molkereiprodukten wie, Joghurt, Käse etc. entsprechend nachgelegt wird und andere Discounter nachziehen, denn die Preisanhebung gilt nur für knapp 20 Prozent des Sortimentes und einen bisher beschränkten Teil der Lebensmittelhändler. Auf die gesamte Produktpalette umgerechnet ergibt sich für den Milcherzeuger ein grob gerechneter Mehrerlös je Liter abgelieferter Rohmilch von nicht einmal 0,5 Cent/Liter. Damit kommen die Milcherzeuger noch nicht aus dem Tal der Tränen. Insofern sei die aktuelle Preisanhebung nur ein Signal, das man nicht überbewerten dürfe, stellt der Landesbauernverband fest.
 
 

Bessere Milchverwertung im September

Immerhin konnte sich die Milchverwertung in Deutschland bereits im September um 0,4 Cent/kg verbessern, wie dlz-Abonnenten im dlz Spezialmarktservice "Milch>>Milchwerte" lesen können. Grund waren vor allem die festeren Preise an den Spotmärkten für Fett und Eiweiß. Im Spezialmarktservice finden Sie weitere Berichte zum Milchmarkt und die aktuellen Auszahlungspreise der Molkereien. 
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