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Mindestlohn: Lockerungen für Familienangehörige

von , am
01.07.2015

Für mitarbeitende Familienangehörige will Bundesarbeitsministerin Nahles Lockerungen bei den Aufzeichnungspflichten einführen.

© landpixel
Die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Marlene Mortler begrüßt die Lockerungen: "Unser hartnäckiger Einsatz hat sich gelohnt." Auf dem Hof mitarbeitende Familienangehörige müssen ihre Arbeitszeiten künftig nicht mehr dokumentieren. Dies sei ein wichtiger und notwendiger Schritt. Bereits in den kommenden Tagen will das Ministerium die Verordnung entsprechend ändern.
 
Bundesarbeitsministerin Nahles will auch die allgemeine Lohngrenze bei den Dokumentationspflichten auf 2000 Euro absenken. Wichtig sei laut Mortler nun, dass dies nicht nur für Arbeitnehmer gelte, die dem Mindestlohngesetz unterfallen, sondern für alle in der Landwirtschaft Tätigen. Es könne nicht sein, dass in der Landwirtschaft selbst der Geschäftsführer eines Betriebes seine Arbeitszeiten aufschreiben müsse, ganz gleich, wie viel er verdiene, und dass nur weil hier bis 2018 die Bestimmungen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Anwendung finden. Das sei einfach nicht vermittelbar.
Dazu fordete der Deutsche Bauernverband Arbeitsministerin Nahles auf, das Arbeitnehmer-Entsendegesetz mit einer entsprechenden Verordnung ebenfalls zu ändern. 
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