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Naturschutz: Kein Ausgleich für Leitungstrassen

von , am
26.09.2014

© landpixel
Beim Netzausbau kritisieren die Bauernverbände, dass sie nicht als "Träger öffentlicher Belange" gelten trotz ihrer zentralen Rolle auf die allgemeine Öffentlichkeitsbeteiligung. Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert, dass die Entwicklungsmöglichkeiten landwirtschaftlicher Betriebe nicht eingeschränkt werden [[mehr]] Zudem seien die Projekte des Netzausbaus vom Naturschutzausgleich freizustellen. Ebenso müsse die derzeit geltenden Entschädigungsregelungen für die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen für den Netzausbau neu gestaltet werden.
 
Das Bundesbedarfsplangesetz sieht einen Ausbaubedarf von rund 2.800 km Neubautrassen und rund 2.900 km Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen vor. Dieser Bedarf konkretisiert sich in 36 Vorhaben, von denen 16 länderübergreifend oder grenzüberschreitend sind. Für das länderübergreifende Vorhaben von Bertikow nach Pasewalk geht die Planung jetzt in die nächste Runde. Der Übertragungsnetzbetreiber 50-Hertz hat bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf "Bundesfachplanung" gestellt. In dieser Planungsphase wird ein Trassenkorridor von 500 bis 1.000 Metern ermittelt, innerhalb dessen die Leitung später errichtet werden soll.

Eigenes Netzwerk

Anlässlich der in dieser Woche eröffneten öffentlichen Antragskonferenz zu der Trasse, von der Landwirte in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern betroffen sein werden, diskutierten die Netzausbau-Experten aus den Landesbauernverbänden mit Netzbetreibern und Vertretern der Bundesnetzagentur. Mit dem von der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützten "Netzwerk Landwirtschaft und Netzausbau" will der DBV die Beteiligung der Land- und Forstwirtschaft beim Ausbau der Höchstspannungsnetze verbessern.
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