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Neue THG-Quoten mindern Rapsabsatz

von , am
10.10.2014

© Lehr
Der Deutsche Bundestag hat gestern mit einigen Änderungen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung der Treibhausgasminderungspflicht (THG-Quote) verabschiedet. Die neue THG-Quote ersetzt die bisherige Biokraftstoffquqote. Die Änderungen betreffen vor allem den Wert der von der Mineralölwirtschaft nachzuweisenden Treibhausgasminderung gegenüber dem Vorjahr (Dekarbonisierung). [[mehr]]
 
Diese beträgt für 2015 bis 2017 3,5 Prozent und für 2017 bis 2020 vier Prozent. Ab 2020 gelten sechs Prozent. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) begrüßt die um 0,5 Prozent erhöhte Verpflichtung für die ersten beiden Jahre.
 
Vor dem Hintergrund der Sicherung des bisherigen Biokraftstoffanteils wertet der Verband diesen Beschluss als einen Schritt in die richtige Richtung. Er hätte jedoch mit vier Prozent im Sinne des Klimaschutzes im Transportsektor mutiger ausfallen können. Dieser UFOP-Forderung wollte sich der Bundestag jedoch nicht anschließen.

Quoten führen zu einem geringeren Bedarf an Biokraftstoffen

Mit der Einführung der Treibhausgasminderungspflicht wird erstmals die Summe der Treibhausgasemissionen von der Stufe der Biomasseproduktion bis zur Verarbeitung und Biokraftstoffherstellung den Marktzugang bestimmen. Die Treibhausgas- bzw. Ressourceneffizienz wird zum Wettbewerbsfaktor.
 
Der zu erwartende Biomasserohstoff- und Energieeffizienzgewinn in der Verarbeitung führt folglich zu einem verminderten physischen Biokraftstoffbedarf, um die Treibhausgasminderungspflicht zu erfüllen.
 
Die UFOP kritisiert, dass die stark voneinander abweichenden Bedarfsschätzungen aus dem Kreise der Wirtschaft eine sachgerechte Anpassung der Treibhausgasminderungspflicht verhindert haben. Die UFOP begrüßt, dass die Bundesregierung mit diesem Gesetz verpflichtet wird, alle zwei Jahre dem Bundestag zu berichten, so dass eine Überprüfung der Treibhausgasminderungsvorgaben und damit auch eine sachgerechte Neufestsetzung möglich ist.
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