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Neuer Copa-Präsident macht sich für TTIP stark

© Copa, Serge Marteaux
von , am
13.10.2015

Der neue Copa-Präsident Martin Merrild betont die Notwendigkeit, transatlantische Handelsgespräche (TTIP) zu verstärken und Washingtons Vorstoß für zusätzliche Zölle auf EU-Ausfuhren von Butter und Sahne entschieden zu begegnen.

Copa-Präsident Martin Merrild. © Copa, Serge Marteaux
Anlässlich seines Besuches in den USA betonte der neue Copa-Präsident Martin Merrild, dass es notwendig sei, die Gespräche für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) zu vertiefen, da es für beide Seiten des Atlantiks von großem Nutzen sein werde.
 
Aber er machte auch deutlich, dass Washingtons Vorstoß, auf Ausfuhren von Butter und Sahne aus der EU in die USA hohe Zölle aufzuschlagen, noch einmal überdacht werden müsse. In Gesprächen mit US-amerikanischen Politikern und seinen Amtskollegen in Washington sagte Merrild: "Als Copa-Präsident werde ich auf eine starke Exportstrategie drängen, die auf die Erschließung neuer Exportmärkte abzielt, und ich werde Copas pro-aktiven Ansatz in den Freihandelsgesprächen zwischen der EU und den USA (TTIP) fortführen." Die Verhandlungen müssen verstärkt werden, besonders nachdem die Handelsminister der 12 Pazifik-Anrainerstaaten sich auf eine neue Transpazifische Partnerschaft geeinigt haben.

Keine Rechtfertigung für Butterzoll

Merrild bezweifelt aber das Engagement der USA für freien Handel, wenn sie die Milchindustrie der EU durch erhöhte Zölle auf EU-Ausfuhren von Butter und Sahne ins Visier nimmt. "Ich sehe dafür keine Rechtfertigung, zumal wir nur geringe Mengen in die USA exportieren, wie beispielsweise 8.000 Tonnen Butter", argumentiert Merrild. Darüber hinaus könne die EU immer noch keine bedeutenden Mengen an Rindfleisch in die USA exportieren, obwohl die US-amerikanischen Behörden letztes Jahr dem Export von europäischem Rindfleisch in den US-Markt zugestimmt haben. 
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