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Neuer Skandal um Öko-Schweine

von , am
10.06.2015

© landpixel
In Mecklenburg-Vorpommern haben die Kontrollbehörden einen neuen Öko-Skandal aufgedeckt. In diesem Fall geht aus um Öko-Schweine, die aber konventionell gefüttert wurden. Um wieviel Schweine es sich handelt, macht das zuständige Ministerium keine Angaben.
 
So hat ein Betrieb im Landkreis Ludwigslust-Parchim offensichtlich sein bio-Zertifikat missbraucht, um Schweine als ‚bio‘ zu vermarkten, die jedoch anscheinend vorsätzlich mit konventionellem Futter gemästet wurden. Hinzu kommt, dass die konventionellen Schweine in einer Betriebsstätte gehalten wurden, die nicht im Öko-Kontrollverfahren erfasst war.
 
"Das bedeutet, dass nach unseren Einschätzungen die Abnehmer dieser Schweine vorsätzlich getäuscht wurden. Das ist ein weiterer Schlag für die Bio-Branche und ich finde dies unerträglich“, erklärte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Staatsanwalt ermittelt

Am 4. Juni 2015 wurde die Bio-Vermarktung der Schweine nach Betriebssperrung sofort gestoppt und umgehende Untersuchungen eingeleitet. Nach ersten Ergebnissen, so z.B. die Fütterung der angeblichen Bio-Schweine mit konventionellem Futter, wurde am 9. Juni 2015 der Fall an die zuständige Staatsanwaltschaft aufgrund eines Betrugsverdachtes und des Verdachtes auf vorsätzliche Verstöße gegen das Ökolandbaugesetz abgegeben.
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