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Neuseeland lehnt Verkauf an Chinesen ab

von , am
21.09.2015

Die neuseeländische Regierung hat den Verkauf einer Viehfarm an eine chinesische Firma untersagt. Ein Verkauf sei nicht im nationalen Interesse.

Die Milchmengen in den wichtigen Exportländern wie Neuseeland werden 2017 nur moderat wachsen. © Dr. Theo Göbbel
Die chinesische Firma "Pure 100 Farm" war vergangenes Jahr bei der zuständigen neuseeländischen Behörde vorstellig geworden, um eine 13.800 Hektar große Rinderfarm für 88 Millionen neuseeländische Dollar (rund 54 Mio. Franken) zu kaufen. Dies berichtet Farmers Weekly. Die Regierung hat das Vorhaben nun abgelehnt. Man sehe im Verkauf keine Vorteile für Neuseeland, was eine Grundvoraussetzung für den Verkauf von so viel Land wäre.
 
William Rolleston, Präsident der Federated Farmers of New Zealand, zeigte sich mit dem Entscheid zufrieden. Zwar brauche Neuseeland ausländische Investitionen, doch diese müssten klar der lokalen und nationalen Wirtschaft zugutekommen. Kritiker des Entscheids bemängeln, dass der Entscheid falsche Signale aussende und inkonsequent sei. Die chinesische Firma besitzt in Neuseeland nämlich bereits 29 Landwirtschaftsbetriebe (lid).
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