Agrarstruktur Vor allem Tierhalter gaben in NRW auf

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Selbst der grüne Agrarminister Johannes Remmel kann in Nordrhein-Westfalen das Wachstum der größeren Betriebe nicht stoppen.

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Obwohl der grüne Agrarminister Johannes Remmel in Nordrhein-Westfalen immer gegen die Großbetriebe wettert, scheint er das Wachstum der größeren Betriebe nicht aufhalten zu können.

Obwohl der grüne Agrarminister Johannes Remmel in Nordrhein-Westfalen immer gegen die Großbetriebe wettert, scheint er das Wachstum der größeren Betriebe nicht aufhalten zu können. Wirtschaftliche Zwänge bleiben damit stärker als politische Ideologie.

Wie die amtliche Statistikstelle Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) mitteilt, hat die Zahl der Betriebe mit mehr als 100 ha von 2010 bis 2016  weiter zugenommen. Sie ist um 15,9 Prozent auf 3.217 Betriebe angewachsen. Damit bewirtschaftet in NRW jeder zehnte Betrieb mehr als 100 ha.

Auf der anderen Seite hat sich die Gesamtzahl der Betriebe (über 5 ha) seit 2010 um fast sechs Prozent auf 33.688 verringert. Davon halten noch 24.638 Landwirte Tiere auf ihren Höfen. Das sind seit 2010 allerdings über 11 Prozent weniger Tierhalter. Damit haben die Milch- und Fleischkrisen den Tierhaltern in den vergangenen sechs Jahren stärker zugesetzt als den übrigen Betrieben ohne Tierhaltung.

Im Schnitt fast 43 ha pro Betrieb

Die 24.638 tierhaltenden Betriebe hielten im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), die in Nordrhein-Westfalen zwischen 2010 und 2013 nahezu konstant geblieben war, verringerte sich zwischen 2013 und 2016 um 1,5 Prozent auf rund 1,4 Mio ha. Im Jahr 2010 hatte jeder Landwirt im Durchschnitt 40,9 ha bewirtschaftet. 2016 waren es 42,8 ha, als knapp fünf Prozent mehr.