Praxistest Wie anspruchsvoll ist der Berufswettbewerb wirklich?

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Geschicklichkeitsfahren mit dem Traktor © Deutsch Bild vergrößern
Eine Aufgabe war das Geschicklichkeitsfahren.
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Beim beruflichen Wettstreit der deutschen Landjugend beweisen Auszubildende und Fachschüler der grünen Branche deutschlandweit ihr Können. Wie anspruchsvoll die Aufgaben wirklich sind, haben wir zusammen mit erfahrenen Landwirten herausgefunden.

Von wegen dummer Bauer: Beim 33. Berufswettbewerb (BWB) der deutschen Landjugend beweisen in diesen Wochen Auszubildende und Fachschüler der Land- und Tierwirtschaft, der Forst- und Hauswirtschaft und des Weinbaus ihr Können. Seit Februar stellen sie sich den praktischen und theoretischen Aufgaben des BWB. In Kreis- und Bezirksentscheiden kämpfen sie sich bis zu den Landesentscheiden, in denen aktuell ermittelt wird, wer zum Bundesentscheid nach Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern fährt. Dort stellt sich von 12. bis 16. Juni unter anderem heraus, wer Deutschlands bester Nachwuchslandwirt ist.

Betriebsleiter und Ausbilder testen

Tierbeurteilung an einer Fleckviehkuh © Deutsch Bild vergrößern
Ausbilder Josef Weig stellte sich der tierischen Aufgabe.

Als exklusiver Medienpartner des BWB wollten wir vom dlz agrarmagazin wissen, wie anspruchsvoll die Aufgaben wirklich sind, und forderten erfahrene Landwirte heraus, sich den Aufgaben vergangener Wettbewerbe zu stellen. Einer von ihnen ist Andreas Kiener. Der 44-jährige Landwirtschaftsmeister schloss seine Lehre 1993 ab und ist seit 2013 Betriebsleiter des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums Almesbach, das mit der Höheren Landbauschule Weiden-Almesbach zusammenarbeitet (www.almesbach.de). Auch sein Kollege Josef Weig wagte den Test. Der 57-Jährige schloss seine Lehre 1981 ab und ist seit 1989 als Ausbilder in Almesbach.

Schwerer als gedacht

Der erfahrene BWB-Richter Anton Dobmayer stellte sicher, dass die beiden Landwirte die Aufgaben auch wirklich gemäß den Vorgaben des Berufswettbewerbs absolvierten. Der Schulleiter des staatlichen beruflichen Schulzentrums Neustadt an der Waldnaab richtet bereits seit 16 Jahren für den BWB. Zur Unterstützung brachte er seinen Kollegen mit, den Lehrer Franz Josef Baeck. Dass die Landwirte ihrer strengen Beurteilung standhielten, ist wohl keine große Überraschung. Dass die Aufgaben jedoch anspruchsvoller waren, als sie dachten, hingegen schon.

 

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Mai 2017 erschienen.

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Profis auf dem Prüfstand
  • Andreas Kiener, Betriebsleiter des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums Almesbach, lenkt ein Gespann durch einen vorgegebenen Parcours.

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  • Er muss rückwärts einparken, während die hohen Bordwände des Anhängers die Sicht behindern.

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  • Um die Begrenzung der Parkbucht nicht zu berühren, muss er die Maße des Anhängers richtig einschätzen.

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  • Auch beim Transport des Wassereimers ist das fahrerische Feingefühl des Betriebsleiters gefragt. Trotzdem geht etwas Wasser daneben.

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  • Bei der Beurteilung eines Schlags Wintergerste erklärt Andreas Kiener den Richtern, wie er den aktuellen Entwicklungsstand der Pflanzen einschätzt.

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  • Er bestimmt und bewertet zudem auch Unkräuter ...

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  • ... und kontrolliert den Getreidebestand hinsichtlich Krankheiten.

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  • Ausbilder Josef Weig stellt sich der tierischen Aufgabe und ist mit den Richtern nicht immer einer Meinung.

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  • Auch die Richter des Berufswettbewerbs wie hier Anton Dobmayer (links) und Franz Josef Baeck (Mitte) schauen bei der Tierbeurteilung ganz genau hin.

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  • Gewissenhaft vermisst Fachberater Josef Weig die Milchkühe.

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  • Neben Messutensilien ist bei dieser Aufgabe auch das Auge des Landwirts für das Tier gefragt.

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