Greening Blühflächen jetzt auch später anlegbar

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Die Anlage von Blühflächen ist nach der jüngsten Verordnungsänderung für Landwirte leichter.

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Landwirte dürfen seit Mitte März Blühflächen zum Beispiel beim Mais auch nach dessen Aussaat noch anlegen.

Seit 16. März 2017 ist die Erste Verordnung zur Änderung der Agrarzahlungen-Verpflich­tungenverordnung in Kraft getreten. Dadurch wird die freiwillige Anlage von Blühstreifen und Bejagungsschneisen erleichtert. Brachliegende Ackerflächen sind gemäß Cross Compliance ab dem 1. Januar des Antragsjahres zu begrünen. Es gilt darüber hinaus grundsätzlich ein Umbruchverbot vom 1. April bis 30. Juni, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit.

Die Verordnungsänderung legt nun fest, dass die Begrünungsverpflichtung und das Umbruchverbot nicht für Streifen und Teilflächen einer ansonsten einheitlich bewirtschafteten Ackerfläche gelten, wenn sie dazu bestimmt sind, einen Beitrag zur Biodiversität oder zur Regulierung von Schwarzwildbeständen zu leisten. Eine Begrenzung auf einen bestimmten Prozentsatz der einheitlich bewirtschafteten Ackerfläche ist nicht vorgesehen. Blühstreifen können daher zum Beispiel im Zusammenhang mit der Aussaat von Mais oder danach angelegt werden. Ökologische Vorrangflächen sind von dieser Erleichterung jedoch ausgenommen.

Schwarzbrache möglich

Eine weitere Änderung sieht vor, dass nach einem Umbruch die Pflicht zur unverzüglichen Neuansaat einer Begrünung entfällt, wenn eine solche Neuansaat den Verpflichtungen in bestimmten Agra­rumwelt- und Klimamaßnahmen entgegenstehen würde. Damit ist auf solchen Flächen auch eine aus ökologischen Gründen erwünschte Schwarzbrache möglich.