dlz-Fahrbericht Einzelkornsämaschine Horsch Maestro mit Fronttank

Dieser Artikel ist zuerst im dlz agrarmagazin erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Horsch Einzelkornsämaschine Maetro © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
In unserem Test war die Horsch Maestro mit 75 cm Reihenabstand für die Maisaussaat im Einsatz.
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Die Maestro wurde im Jahr 2012 zur Maschine des Jahres gewählt. Damals gab es sie nur als gezogene Variante. In Kombination mit einem Fronttank gibt es jetzt die Maestro als achtreihige Einzelkornsämaschine für den Dreipunktanbau.

Wir hatten eine achtreihige Maestro RC mit 75 cm Reihenabstand im Test. Der Dünger kam aus dem 1.600 l fassenden Fronttank Partner FT. Unsere Maschine hatte noch Vorserienstatus. Deshalb lief die Bedienung des Düngertanks noch über ein zusätzliches ISOBUS-Terminal. Während bei der SW das Saatgut zum Säaggregat geschickt wird, verfügt die Vereinzelungseinheit der Maestro CC und RC über einen 70 l Saatgutbehälter über den Säorganen. Die Maestro kann je nach Reihenweite (von 45 bis 90 cm) in Mais, Soja, Sonnenblumen und Zuckerrüben eingesetzt werden.  

Erst legt das Düngerschar die Körner ab

Fronttank am Traktor © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Der Fronttank steht unter Druck. So entsteht weniger Staub vor der Motorhaube.

Acht Einzelkorndosiergeräte sind mit einem Abstand von 75 cm auf dem mittig klappbaren Rahmen verteilt. Je vier Säaggregate klappen für den Transport nach oben. Die Aggregate hängen in einem Parallelogramm, das für eine gute Konturführung möglichst waagerecht stehen sollte.

Zuerst kommt das Düngerschar. Es hat einen Durchmesser von 380 mm und läuft um 60 mm seitlich versetzt zum Säschar. Der Dünger kann entweder auf die gleiche Tiefe wie das Saatgut oder 33 oder 56 mm unter dem Saathorizont abgelegt werden. Es lassen sich Düngermengen bis zu 300 kg/ha bei 10 km/h ausbringen.

Eine spezielle Dosierscheibe vereinzelt die Körner

Vereinzelungsorgan an der Einzelkornsämaschine © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Die Vereinzelung erfolgt über Schlitzscheiben.

Kernstück einer jeder Einzelkornsämaschine ist das Säorgan. Hier hat Horsch ein Säaggregat mit einer besonderen Dosierscheibe entwickelt. Hier sitzt ein Sensor, der die Körner zählt und auch Doppel- und Fehlstellen bei Mais erkennt. Die Furche wird von den V-förmig angestellten Scheiben mit einem Durchmesser von 380 mm geformt. Der Schardruck kann von 125 bis 200 kg hydraulisch verstellt werden. Die Tiefenführung übernehmen zwei große gummierte Rollen mit 40 cm Durchmesser. Die Furchentiefe lässt sich in zwölf Stufen von 1,5 bis 9 cm über das Umstecken eines Bolzen einstellen.

Der Dünger kommt per Druckluft aus dem Fronttank

Da wir die Maestro RC als Solo-Maschine im Dreipunktanbau gefahren haben, kam der Dünger per Luft vom 1.600 l fassenden Fronttank Partner FT. Der Dünger wird über ein Zellenrad in einen Luftstrom dosiert und hinten auf der Maestro über einen Verteiler zu den Düngerscharen geleitet. Das Einstellen der Düngermenge und das Abdrehen erfolgen über das ISOBUS-Terminal. Das bekannte Horsch-Dosierorgan wird elektrisch angetrieben. Sollte der Drehzahlbereich nicht reichen, lassen sich die Zellrotoren austauschen.

 

Den vollständigen Testbericht lesen Sie im dlz agrarmagazin April 2017.

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Bildergalerie Horsch Maestro
  • Wir hatten eine achtreihige Maestro RC mit 75 cm Reihenabstand im Test. Wie die Maestro CC speist auch die RC ihre Säorgane aus darüber liegenden Saatgutbehältern mit 70 l Fassungsvermögen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Fronttank Partner FT fasst 1.600 l Dünger. Er ist als Drucktank ausgeführt und lässt sich dank der großen Öffnung gut mit einem Lader befüllen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Ein Gebläse fördert den Dünger nach hinten, wo der Verteiler die Körner den Düngerscharen zuteilt.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Dünger wird über ein Zellenrad in einen Luftstrom dosiert und hinten auf der Maestro über einen Verteiler zu den Düngerscharen geleitet. Das Einstellen der Düngermenge und das Abdrehen erfolgen über das ISOBUS-Terminal. Das bekannte Horsch-Dosierorgan wird elektrisch angetrieben. Sollte der Drehzahlbereich nicht reichen, lassen sich die Zellrotoren austauschen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Verteilerkopf versorgt die einzelnen Schare gleichmäßig mit Dünger.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Aufbau ist klassisch: Die Säorgane mit dem Düngersech sind in einem Parallelogramm aufgehängt, damit Dünger- und Säschar gleichmäßig der Kontur folgen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Das Düngerschar (vorne im Bild) hat einen Durchmesser von 380 mm und läuft um 60 mm seitlich versetzt zum Säschar. Der Dünger kann entweder auf die gleiche Tiefe wie das Saatgut oder 33 oder 56 mm unter dem Saathorizont abgelegt werden. Bis zu 300 kg/ha bei 10 km/h sind möglich.

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  • Der Antrieb der Säherzen erfolgt elektrisch. Somit lässt sich das Säorgan auch über Section-Control schalten.

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  • Statt der sonst üblichen Löcher sind in die Dosierscheibe Schlitze eingelassen, an denen die Körner angesaugt werden. Je nach Größe und Tausendkorngewichts des Saatguts werden verschiedene Scheiben angeboten, neben Mais auch für Sonnenblumen, Soja und Zuckerrüben.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Die Furche formen V-förmig angestellte Scheiben mit einem Durchmesser von 380 mm. Der Schardruck kann von 125 bis 200 kg hydraulisch verstellt werden. Die Tiefenführung übernehmen zwei große gummierte Rollen mit 40 cm Durchmesser. Die Furchentiefe lässt sich in zwölf Stufen von 1,5 bis 9 cm über das Umstecken eines Bolzen einstellen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Unsere Maschine hatte noch Vorserienstatus. Deshalb lief die Bedienung des Düngertanks noch über zwei Terminals im Schlepper: Eines zum Überwachen des Düngers...

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  • ...und eines zur Saatgutüberwachung mit Sollabstand, Doppel- und Fehlstellen. Das hat Horsch aber mittlerweile geändert. In den Seriemaschinen genügt ein Rechner für Säen und Düngen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin