Milchpreise EU-Milchpreise sind im Februar gestiegen

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Die EU-Milchpreise sind im Februar leicht angestiegen. Deutsche Molkereien bleiben aber hinter dem EU-Durchschnitt zurück.

Führende europäische Molkereien haben ihren Lieferanten im Februar im Schnitt 33,44 Cent netto/kg Rohmilch gezahlt und damit 0,50 Cent mehr als im Vormonat Januar. Gegenüber dem Vorjahresniveau ergab sich ein Plus von 4,23 Cent oder 14,5 Prozent. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Basis sind 4,2 Prozent Fett und 3,4 % Prozent Eiweiß, netto, bei 500 t Jahresanlieferung.

Die meisten der im LTO-Milchpreisvergleich erfassten Molkereien zahlten im Februar auf gleichem Niveau wie im Januar. Besonders kräftig ging es bei FrieslandCampina in den Niederlanden und Dairy Crest in Großbritannien nach oben. Die irische Molkerei Glanbia zahlte bedeutend mehr als im Januar, was aber vor allem auf den saisonalen Bonus zurückzuführen ist. Die beiden im Ranking geführten deutschen Molkereien DMK Group und Müller (Leppersdorf) zahlten im Februar genausoviel wie im Januar.

Erstaunlich ist, dass die neuseeländischen Farmer von Fonterra mit 33,53 Cent/kg sogar etwas mehr Milchgeld im Februar bekamen als die EU-Milchbauern. In den USA verhartt der Milchpreis (Claas III) bei 39,77  Cent/kg.

Diese Milchpreise zahlten Molkereien im Februar 2017

Molkerei Milchpreis Cent/kg Veränderung Milchpreis zum Vormonat Cent/kg

 12-Monatsmittel Cent/kg

FrieslandCampina (Niederlande) 34,05 +2,34 28,36
Granarolo (Italien) 38,77 +2,42 36,91
Milcobel (Belgien) 34,01 -1 27,73
Danone (Frankreich) 32,83 +0,24 31,66
Savencia (Frankreich) 33,16 -0,48 30,38
Lactalis (Frankreich) 32,81 +0,04 29,96
Müller (Deutschland) 31,82 +/- 0 26,89
Arla Foods DK (Dänemark) 34,83 +1 28,01
Sodiaal (Frankreich) 33,49 +/-0 30,63
Dairy Crest (Großbritannien) 33,59 +2,58 26,99
Dairygold (Irland) 31,58 +/-0 24,88
DMK (Deutschland) 31,33 +/-0 25,03
Glanbia (Irland) 33,11 +2,23 23,37
Kerry Agribusiness (Irland) 31,06 -0,02 25,16
Valio (Finnland) 35,10  +/-0 34,64

Milchanlieferung: Entwicklung in den Haupterzeugerländern

Wie LTO schreibt, sind die Milchanlieferungen in der EU seit Juni 2016 rückläufig. Die größten Abnahmen gab es demnach in Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Auch in Ozeanien (Neuseeland und Australien) und Südamerika (Argentinien, Brasilien und Uruguay) ist seit einiger Zeit ein scharfer Rückgang bei der Milcherzeugung zu sehen, der hauptsächlich auf die nachteiligen Wetterbedingungen und die niedrigen Milchpreise in 2016 zurückzuführen sei.

Die Vereinigten Staaten sind immer noch der einzige große Exporteur mit einem Plus bei der Milchproduktion. So nahm die Erzeugung auch von Januar auf Februar um 2 Prozent zu.


Mit Material von LTO

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze
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