Pflanzenschutz Glyphosat ist nicht krebserregend

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Die Europäische Chemikalienagentur ECHA stuft das Totalherbizid als nicht krebserregend ein. Damit könnte der Weg für eine verlängerte Zulassung frei sein.

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In diesem Jahr muss über die Zulassungsverlängerung von Glyphosat entschieden werden.

Das Gutachten der ECHA kommt zu dem Schluss, dass Glyphosat nicht krebserregend ist und keine mutagenen, die Fortpflanzung schädigenden oder gentoxischen Eigenschaften aufweist. Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur hatte dazu alle wissenschaftlichen Studien sowie die Bewertungen der Industrie unter die Lupe genommen, ebenso die Ergebnisse der öffentlichen Befragung im Sommer 2016.

Das Gutachten bestätigt bestätigt weiterhin die bereits geltende Einstufung, dass der Wirkstoff schwere Augenschäden verursachen kann und toxisch für Wasserlebewesen ist.

Die ECHA-Studie wird nun der EU-Kommission und den Mitgliedsländern zugeleitet und soll in die Entscheidung einfließen, ob der Wirkstoff Glyphosat Ende des Jahres weiter zugelassen werden kann. Die Chancen dafür sind nach Brancheneinschätzungen deutlich gestiegen.

Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat, ein Zusammenschluss der chemischen Industrie, zeigt sich zufrieden mit der Bewertung. Frühere behördliche Sicherheitsbewertungen seien damit erneut bestätigt. "Für die Mitgliedsstaaten gibt es nun keine Hinderungsgründe mehr, sich einer erneuten Zulassung zu verweigern", sagt Sprecherin Ursula Lüttmer-Ouazane.