EU-Erzeugermilchpreise Milchpreis: Das zahlten führende EU-Molkereien im Mai

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Die Erzeugermilchpreise sind im Mai 2017 in der EU im Schnitt gestiegen. Auch Deutschlands größte Molkerei DMK erhöhte auf 32,81 Cent je Kilogramm Milch.

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Mai im Schnitt 33,28 Cent netto/kg Rohmilch und damit um 0,25 Cent mehr als im Vormonat April. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist das ein Plus von 7,09 Cent/kg oder 27,1 Prozent.

Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Der von der LTO errechnete Rückgang der Erzeugermilchpreise bezieht sich auf die Auszahlungspreise der europäischen Molkereien im Monat Mai und ist gegenüber den Vormonaten wieder gestiegen.

Das Deutsche Milchkontor (DMK) erhöhte seinen Milchpreis im Mai um 0,99 Cent/kg. Auch Müllermilch erhöhte seinen Auszahlungspreis im Mai um 0,99 Cent auf 32,81 Cent/kg.

Unterschiedliche Milchpreis-Tendenzen in europäischen Ländern

Nach Angaben der LTO-Experten sind von einigen Molkereien weitere Erhöhungen für die nächsten Monaten angekündigt worden. Nachdem der durchschnittliche Auszahlungspreis in den vergangen Monaten jeweils zurückging, konnte er im Monat Mai wieder zulegen. Normalerweise fallen die Milchpreise im April und Mai aufgrund von Produktionsspitzen.

Wie LTO weiter schreibt, hoben die deutschen und irischen Molkereien ihre Auszahlungspreise um 1 ct/kg, während die meisten anderen Molkereien die Preise konstant hielten. Lediglich Arla reduzierte den Preis um 1 ct/kg. 

Diese Milchpreise zahlten Molkereien im März 2017

Molkerei Milchpreis Cent/kg Veränderung Milchpreis zum Vormonat Euro/kg

 12-Monatsmittel Cent/kg

FrieslandCampina (Niederlande) 35,02 +/-0 30,62
Granarolo (Italien) 38,77 +/-0 37,38
Milcobel (Belgien) 34,01 +/-0 30,51
Danone (Frankreich) 33,70 +1,08 32,29
Savencia (Frankreich) 32,51 -0,15 31,26
Lactalis (Frankreich) 31,88 +0,14 30,95
Müller (Deutschland) 32,81 +0,99 29,03
Arla Foods DK (Dänemark) 33,12 -1,04 29,89
Sodiaal (Frankreich) 32,06 +/-0 31,29
Dairy Crest (Großbritannien) 30,64 -0,55 28,79
Dairygold (Irland) 32,80 +1,22 28,02
DMK (Deutschland) 32,81 +0,99 27,78
Glanbia (Irland) 31,87 +0,99 26,77
Kerry Agribusiness (Irland) 32,02 +0,96 27,73
Valio (Finnland) 35,10  +/-0 34,82

Milchanlieferung legt leicht zu

Die Milchanlieferung in der EU legte im April leicht zu mit unterschiedlichen Tendenzen in den einzelnen Ländern. Während die Volumina in Deutschland, Frankreich und auch in den Niederlanden zurückgingen, stiegen die Anlieferungen speziell in Polen und Irland stark an.

Auch in anderen wichtigen Erzeugerregionen nahm die Milchmenge zu. So gab es in Neuseeland sowohl im März als auch im April starke Zuwächse. In Südamerika scheint der lange Zeitraum fallender Anlieferung beendet zu sein. So hat sich sowohl in Argentinien als auch in Uruguay die angelieferte Menge in den vergangenen Monaten erhöht. Auch die US-Produktion legte in den beiden Monaten um durchschnittlich zwei Prozent zu.

Wie bereits in den Monaten zuvor zeigt sich der Milchmarkt von zwei Seiten. Die Preise für Milchpulver sind aufgrund fallender Nachfrage und zunehmenden Wettbewerb - speziell durch die USA - unter Druck. Die Butterpreise hingegen steigen seit Monaten. So liegt beispielsweise die niederländische Notierung derzeit bei über 600 Euro je 100 Kiolgramm.


Mit Material von LTO

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze
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