EU-Nichtlieferbonus Nur für gut 12 Prozent der Menge gibt es den EU-Bonus

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Bei der zweiten Antragsrunde zum EU-Nichtlieferbonus wurden die Finanzmittel deutlich überzeichnet.

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Das von der Europäischen Kommission aufgelegte Programm zur Reduzierung der Milchmengen gegen finanziellen Ausgleich ist nach der zweiten Antragsrunde erwartungsgemäß komplett ausgeschöpft. Laut aktuellen Zahlen aus Brüssel hatten 6.081 EU-Milcherzeuger einen Antrag gestellt,um von November 2016 bis Januar 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ihre Produktion um insgesamt 97.881 t Milch verringern.

Allerdings standen aus dem Finanzbudget von 150 Mio Euro nach der ersten Runde nur noch für 12.199 t Beihilfen zur Verfügung. Daher kürzt Brüssel wie angekündigt die Mengen,die Landwirte bis zum 12. Oktober beantragt haben, um rund 87 Prozent. Damit erhalten Landwirte nur für rund 12,5 Prozent der beantragten Reduktionsmengen den Nichtlieferbonus von 14 Cent/kg Milch.

Da die EU-Mittel nun vollständig ausgeschöpft sind, wird es keine weiteren Antragsrunden mehr geben.

 

Über 288 Mio. kg Milch weniger in Deutschland

Nach Angaben der EU-Kommission war in der zweiten Antragsrunde das Interesse an dem Reduktionsprogramm in Frankreich erneut am größten. Insgesamt 1.823 Milchbauern wollten dort ihre Produktion gegenüber dem November 2015 bis Januar 2016 um 23.451 t verringern. In Deutschland reichten 918 Erzeuger einen Antrag für den Nichtlieferbonus über 17 759 t Milch ein.

Wie Brüssel mitteilt, haben in den ersten beiden Runden insgesamt 58.035 Erzeuger in der Gemeinschaft einen Antrag auf den Nichtlieferbonus über zusammen 1,071 Mio. t gestellt. Die stärkste Produktionsdrosslung im Zeitraum von Oktober 2016 bis Januar 2017 ist dabei mit 288.263 t in Deutschland zu erwarten. Dahinter folgen Frankreich mit 184.320 t und das Vereinigte Königreich mit 113.128 t. Die meisten Anträge haben die Franzosen gestellt, nämlich 14.780. Erst dann folgt die Bundesrepublik mit 10.865 Anträgen.