Agrarpolitik Schmidt wirbt in Spanien für Direktzahlungen

Christian Schmidt und Tejerina im Gespräch © BMEL Bild vergrößern
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Direktzahlungen sollen vor allem an kleine und mittlere Betriebe gehen. Bundesagrarminister Schmidt kann sich offenbar nach 2020 eine stäreke Umverteilung der Betriebsprämie vorstellen.

Bundesagrarminister Christian Schmidt hat bei seiner spanische Amtskollegin Isabel García Tejerina (li.) für eine finanzielle starke Agrarpolitik mit Direktzahlungen vor allem für kleiner und mittlere Betriebe geworben.

Bei seinen Gesprächen mit Spaniens Agrarministerin Isabel García Tejerina hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nochmals bekräftigt, dass er für eine starke 1. Säule mit Direktzahlungen ist.

Für Schmidt stehe der Erhalt einer starken, finanziell gut ausgestatteten Gemeinschaftlichen Agrarpolitik (GAP) mit zwei Säulen und damit der Erhalt von Lebensperspektiven der Menschen in ländlichen Räumen im Vordergrund. Die Politik müsse die landwirtschaftlichen Betriebe fit machen für die großen Herausforderungen Klimawandel, Umwelt- und Naturschutz, Sicherung der Einkommen, gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung, demografischer Wandel und im Umgang mit volatilen Preisen und Risiken.

"Deshalb müssen die Direktzahlungen vor allem die kleinen und mittleren Familienbetriebe sowie tierhaltende Betriebe bei den Herausforderungen stärken. Maßnahmen zur Verbesserung der Krisenfähigkeit sollen weder die Marktorientierung aushebeln, noch zu Wettbewerbsverzerrungen führen". machte Schmidt in Spanien deutlich.

Weniger Bürokratie nötig

Die Position der Erzeuger in der Wertschöpfungskette soll gestärkt werden. Hier denkt der Bundesagrarminister an eine Anpassung der kartellrechtlichen Ausnahmen bei Erzeugungsorganisationen sowie an verbesserte EU-Rahmenregelungen zur Vertragsgestaltung.

Zudem sei eine spürbare Vereinfachung der GAP, durch weniger Detailregelungen, durch bessere Aufgabenteilung zwischen EU und Mitgliedstaaten dringend notwendig.