dlz-Fahrbericht Mit TIM steuert das Anbaugerät den Traktor

Dieser Artikel ist zuerst im dlz agrarmagazin erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Traktor Case Optum mit Qauderballenpresse © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Die Quaderballenpresse gibt dem Traktor Anweisungen, wie schnell dieser fahren soll.
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Case hat seine Quaderballenpresse LB 424R XL überarbeitet. Mit ISOBUS-Klasse III (Traktor-Geräte-Management, kurz TIM) kann das Anbaugerät den Traktor steuern. Die Presse passt die Geschwindigkeit an, damit alle Ballen gleich schwer werden.

Dass der Traktor selbstständig in die Spur fährt und lenkt, ist für viele nichts Ungewöhnliches. Dass eine angehängte Presse Befehle zum Traktor schickt und der darauf hört, schon. Case IH stellte Anfang des Jahres seine überarbeitete Quaderballenpresse LB 424 R XL vor. Neben Detailveränderungen läuft die neue LB unter dem aktuellen ISOBUS-Standard Klasse III oder mit Traktor-Geräte-Managementfunktion (TIM), wie es offiziell richtig heißt. Sie befähigt das angebaute Gerät, mit Feed Rate Control den Traktor zu steuern.

Höhere Ballendichten durch längeren Presskanal

Die neue Case-Presse ist die Zwillingsschwester der Big Baler 1270 Plus CropCutter von New Holland. Beide spielen mit ihrem 70er-Maß in der Klasse der Krone BigBale 1270 oder der Claas Quadrant 3200. Während LB für „Large Baler“ steht, geben die Zahlen in der Modellbezeichnung das Ballenmaß (1,20 m x 0,70 m) in der US-Längeneinheit „Fuß“ an. Der Zusatz „XL“ steht für höhere Ballendichten durch den längeren Presskanal und für die auf höhere Lasten ausgelegten Antriebe.

Durchsatz oder Schichten

Wer die LB fährt oder besser fahren lassen möchte, wählt zwischen den beiden Modi Schichtdicken- oder Durchsatzsteuerung: Modus Durchsatz: Der Fahrer bestimmt im Traktorterminal die maximale Geschwindigkeit. Die Presse versucht, hart an ihr Leistungslimit zu fahren. Ergebnis: Pro Stunde schafft die Presse mehr Fläche und verdichtet mehr Ballen. Und darin liegt auch der Nachteil: Die Ballen haben dieselben Maße, wiegen aber unterschiedlich viel.

Gleiche Schichtdicken brauchen vor allem Betriebe, die ihre Ballen verkaufen oder weit mit Lkw transportieren. Strohhändler verlangen ein Mindestgewicht und weisen zu leichte Ballen ab. Kündigt sich eine Regenfront an, ist Pressen nach Durchsatz die bessere Strategie. Betrieben, die ihr eigenes Stroh im nahen Umkreis selbst bergen, kann die Dichte der Ballen egal sein.

 

Der vollständige Testbericht ist im dlz agrarmagazin Juni 2017 erschienen.

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